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Staatsfeiertag ohne Höhepunkt

Das Feuerwerk am Liechtensteiner Staatsfeiertag fällt der Waldbrandgefahr zum Opfer. Doch es gibt ein Alternativprogramm.

Philipp
Wyss
Freitag, 10. August 2018, 11:00 Uhr Feuerwerk abgesagt
An das Schloss Vaduz werden am Staatsfeiertag Bewegtbilder projeziert.
ARCHIV

Am Liechtensteiner Staatsfeiertag kommenden Mittwoch wird es kein Feuerwerk geben. Dies haben die Verantwortlichen ob der aktuellen und anhaltenden Trockenheit entschieden, wie Günther Hoch vom Amt für Bevölkerungsschutz auf Anfrage erklärte. Es herrsche nach wie vor Waldbrandstufe 5 und das aktuelle Feuerverbot bleibt über den 15. August hinaus bestehen, so Hoch. Die Entscheidung, das Feuerwerk abzusagen, wurde von den Verantwortlichen einstimmig gefällt.

Ebenfalls vom Feuerverbot betroffen sind einige der Standbetreiber, da aufgrund der Feuergefahr Kohlegrills und offenes Feuer im Allgemeinen verboten wurden. Gewisse kulinarische Angebote, wie beispielsweise der Ochs am Spiess, können deshalb dieses Jahr nicht angeboten werden. Und auch die Höhenfeuer, die Krone sowie der Fackelzug werden nicht brennen und stattfinden.

Fünf Projektoren, 75 Speziallampen

Mit dem 30-minütigen Feuerwerk wurde der Höhepunkt des Festtags abgesagt. Auf eine Show wird in Vaduz aber dennoch nicht verzichtet. Mit einer 3D-Video-Mapping-Show wird das Schloss Vaduz zur Leinwand für Bilder aus Liechtenstein. Die Besucher des Staatsfeiertags werden so auf eine Reise zu den Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten Liechtensteins genommen.

Um die Show zu ermöglichen, wird Schloss Vaduz von über 75 Lampen und fünf Projektoren beleuchtet werden. Diese werden in und um das Schloss verteilt und während zwei Nächten eingeleuchtet. Die Show wird zudem durch Musik begleitet. Ähnliche Projektionen mit Standbildern, waren in Vaduz bereits am Regierungsgebäude und auch schon am Schloss zu sehen. Die Show vom kommenden Staatsfeiertag wird jedoch aus Bewegtbildern bestehen und dauert zwölf Minuten.

Letztmals abgesagt wurde das Feuerwerk am Liechtensteiner Staatsfeiertag im Jahr 2003. Auch damals war es zu trocken. 2015 hätte sich dieses Szenario beinahe wiederholt. Letztlich musste aber nur auf den «Wasserfall» am Ende des halbstündigen Feuerwerks verzichtet werden.

Vor einem Jahr haben wir für Euch das grösste Feuerwerk in der Geschichte von Lichtenstein live übertragen:

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