Experte: «Ein Feuerverbot ist nicht auszuschliessen»
In weiten Teilen vom Kanton Graubünden herrscht erhöhte Waldbrandgefahr. Wir haben beim Experten nachgefragt, ob uns nun ein Feuerverbot droht.
In weiten Teilen vom Kanton Graubünden herrscht erhöhte Waldbrandgefahr. Wir haben beim Experten nachgefragt, ob uns nun ein Feuerverbot droht.
Im Kanton Graubünden herrscht zurzeit eine hohe Waldbrandgefahr. «Insbesondere in den tieferen Lagen, wie dem Rheintal, Mittelbünden oder der unteren Surselva ist die Waldbrandgefahr erhöht», so Andrea Kaltenbrunner, Waldbrandkoordinator vom Amt für Wald und Naturgefahren.
Wenn keine erheblichen Niederschläge fallen werden, sei es absehbar, dass ein Feuerverbot erlassen werden müsse. Die Situation werde natürlich laufend kontrolliert, sagt der Experte weiter.
Gewitter reichen nicht
Dass es aufgrund eines trockenen Frühlings, beziehungsweise Frühsommers und der Hitze zu einer erhöhten Waldbrandgefahr komme, sei nichts Aussergewöhnliches. Es sei allerdings in den letzten Jahren häufiger vorgekommen als früher. Die Gewitter, welche uns in den nächsten zwei Tagen erwarten, entschärfen die Situation in keiner Weise. Um die Waldbrandgefahr zu stoppen, wäre ein flächendeckender kantonaler Niederschlag von zwei bis drei Tagen nötig, so Kaltenbrunner weiter.
Damit es zu keinem Waldbrand kommt, müssen laut dem Experten folgende Regeln beachtet werden:
- Bei Feuer im Freien ist grösste Vorsicht geboten
- Zigaretten sollen vor dem Wegwerfen ausgemacht werden
- Grillfeuer sollten beobachtet und erst nach einer vollständigen Löschung (mit Wasser!) verlassen werden
Höhenfeuer am Nationalfeiertag in Gefahr?
Ob am 1. August ein Feuerverbot ausgesprochen werde, kann im Moment nicht gesagt werden. «Es kommt jetzt alles auf die Wettersituation und die Niederschläge der nächsten Tage an», schliesst Andrea Kaltenbrunner ab.

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