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Die Feuerwehr Kärpf hat jetzt das Modernste

Die Feuerwehr Kärpf hat in Schwanden ihr neues Herzstück in Empfang genommen: das Tanklöschfahrzeug. Sein Vorgänger wurde nach 28 Jahren ersetzt. Mit einem zweckmässigen Fahrzeug, wie sich alle Beteiligten einig sind.

Sebastian
Dürst
23.04.18 - 04:30 Uhr
Ereignisse
Das neue Fahrzeug der Stützpunktfeuerwehr Kärpf.
Das neue Fahrzeug der Stützpunktfeuerwehr Kärpf.
SEBASTIAN DÜRST

Just in time, könnte man sagen: Kurz vor der offiziellen Übergabe putzen Offiziere der Stützpunkt Feuerwehr Kärpf noch Scheiben, neben ihnen steht Claudia Brändle vom Feuerwehr-Fahrzeug-Hersteller Brändle und gibt Tipps. Eine gute Stunde vorher ist sie mit dem neuen Aushängeschild der Feuerwehr in Schwanden eingetroffen. Und jetzt «freue ich mich wahnsinnig über dieses Fahrzeug», wie sie später sagt. Es sei ein Fahrzeug auf dem Stand der heutigen Technik, aber doch nur mit der Ausrüstung, die man wirklich brauche.

René Marti war der Vorsitzende der Beschaffungskommission für das neue Fahrzeug. Es sei viel Arbeit gewesen, sagt er in seiner Ansprache. Unzählige Ordner habe die Kommission während den langen Sitzungen gewälzt, andere Feuerwehren besucht und den Bau des Fahrzeugs überwacht. «Aber wenn ich heute das Ergebnis betrachte, muss ich sagen: Das hat sich gelohnt», sagt Marti.

Dieser Meinung ist auch Stefan Kläui, der Kommandant der Feuerwehr Kärpf. Er konnte zum ersten Mal bei der Beschaffung eines so grossen Fahrzeugs dabei sein. Und auch er ist zufrieden: «Wir haben ein Produkt, bei dem alle dahinterstehen können.»

«Wenn es so weit kommt, muss alles funktionieren»

«Ja, diese Feuerwehr braucht dieses Auto», sagt Hansueli Leisinger, Geschäftsführer der Glarnersach, um etwaiger Kritik an der Grösse des Fahrzeugs den Wind aus den Segeln zu nehmen. Damit könne die Feuerwehr ihre Aufgaben erfüllen. «Ich hoffe zwar nicht, dass Sie das Fahrzeug brauchen, aber wenn es so weit kommt, dann muss es funktionieren», so Leisinger.

Nicht nur die Glarnersach hat das neue Fahrzeug der Feuerwehr Kärpf finanziert, sondern auch die Gemeinde Glarus Süd. Im November 2016 hat die Gemeindeversammlung das entsprechende Budget genehmigt. Gemeinderätin Brigitte Weibel ist froh, dass die Gemeinde das Auto nicht alleine finanzieren musste. «Das hätte unsere Finanzen arg strapaziert», so Weibel. Sie könne nun schon zum zweiten Mal bei einer solchen Einweihung dabeisein. «Und das ist einer der ganz schönen Aspekte des Lebens als Gemeinderätin.»

Am Samstag, 26. Mai, findet die Einweihung des Fahrzeugs mit der Bevölkerung im Depot in Schwanden statt. Dabei sind auch die Partnerorganisationen.

Sebastian Dürst ist Redaktionsleiter der «Glarner Nachrichten». Er ist in Glarus geboren und aufgewachsen. Nach Lehr- und Wanderjahren mit Stationen in Fribourg, Adelboden und Basel arbeitet er seit 2015 wieder in der Heimat. Er hat Religionswissenschaft und Geschichte studiert. Mehr Infos

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