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Da steht ein Waschbär im Garten!

Da steht ein Waschbär im Garten!

Ralf Fausch begegnete am Donnerstag einem Tier, das hierzulande eigentlich nicht zu Hause ist. Einem waschechten Nordamerikaner.

Südostschweiz
vor 2 Jahre in
Ereignisse

Da staunte er: In seinem Garten im Prättigau begegnete Ralf Fausch am Donnerstag einem Tier, das sonst eher in nördlicheren Ländern anzutreffen ist. «Ich habe schon vorher gemerkt, dass sich hier etwas herumtreibt», erzählt er. Zum Beispiel, als seine Resten ohne Überbleibsel aufgefressen wurden - aber von wem denn? «Ich fragte einen Jägerfreund - dieser meinte, ein Marder könne es nicht sein», so Fausch. Ein solcher würde vielleicht Fleisch nehmen, aber keine Teigwaren.

Weder scheu noch zaghaft

Vielleicht ein Fuchs oder ein Dachs? Nein, ein Waschbär hatte es sich für einige Tage in Fauschs Garten gemütlich gemacht. Heute Morgen sah er ihn die Strasse hinaufspazieren. Der Waschbär war weder scheu noch zaghaft, im Gegenteil: «Ich konnte ihm zu fressen geben wie im Zoo», erinnert sich Fausch. Weglaufen wollte das Tier nicht.

Zahm wie ein Lämmchen: Der Waschbär liess sich füttern. (Videos: Ralf Fausch)

Seine Jägerfreunde hätten es fast nicht glauben können, als er ihnen davon erzählte. Dies, weil Waschbären hierzulande eigentlich nicht zu Hause sind. Fausch meldete seine Beobachtung der Wildhut, die sich gemäss Fausch auch überrascht zeigte. Weil der Waschbär Zeichen einer Krankheit aufwies, erlegte sie das Tier.

Seltener Besuch

Auch Adrian Arquint, Amtsvorsteher beim Amt für Jagd und Fischerei, spricht von Einzelbeobachtungen. Seit 2010 habe man in Bündner Gebieten etwa ein- bis zweimal pro Jahr einen Waschbären gesichtet. Die Tiere kommen gemäss Arquint vom Norden. Und man gehe nicht davon aus, dass es hier in Zukunft öfter Besuch von Waschbären geben werde.

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