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Die ersten Nutzer auf der Wildtierbrücke

Im Januar 2017 wurde die Wildbrücke über der A13 und die Bahngeleise vor Chur geöffnet. Nachdem zuerst nur Füchse die Brücke überquerten, konnten nun die erste Hirsche nachgewiesen werden.

Südostschweiz
10.03.18 - 04:30 Uhr
Ereignisse
Wildbrücke Brücke
Wildbrücke über die A13 zwischen Chur und Trimmis.
Yanik Buerkli / YANIK BÜRKLI

Da es seit dem Bau der Autobahn A13 in den 1960er Jahren für das Wildtier kein Durchkommen mehr gab, hat das Bundesamt für Strassen im Zuge der Strassenverlegung eine neun Millionen Franken teure Brücke gebaut. Diese wurde Anfang 2017 eröffnet. Jetzt, knapp ein Jahr später ist man sich sicher, dass der Wildwechsel genutzt wird. Dies berichtete das Regionaljournal Graubünden von SRF.

«Im letzten November sind die ersten Hirsche von Haldenstein herkommend über die Brücke gegangen», sagte Hannes Jenny, Wildbiologe beim Bündner Amt für Jagd und Fischerei, gegenüber dem Regionaljournal. Fünf Tiere seien bereits damals nachgewiesen worden. In diesem Februar konnten dann zusätzlich zwei weitere gezählt werden. Auch wenn erst eine Hand voll Hirsche ihre Spuren auf der Brücke hinterlassen hätten, sei das Ganze ein Erfolg, so Jenny weiter. Wenn man den 40-jährigen Unterbruch bedenke, sei es überraschend, dass die Tiere die neue Möglichkeit so schnell entdeckt hätten.

Die Hufabdrücke auf einem aktuellen Sandstreifen lassen Rückschlüsse auf die Zahl der Tiere zu. In Zukunft sollen dann Fotofallen installiert werden.

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