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«Fall Vincenz»: Repower gibt sich gelassen

Pierin Vincenz hat eine Menge Ärger an der Backe. Wegen angeblich ungetreuer Geschäftsbesorgungen bei der Aduno-Gruppe droht dem Noch-Verwaltungsratspräsidenten von Repower Untersuchungshaft. Was sagt der Bündner Stromkonzern dazu? Wir haben nachgefragt.

Freitag, 02. März 2018, 10:27 Uhr Imageschaden?
Repower Generalversammlung
Pierin Vincenz bei einer Generalversammlung von Repower letzten Frühling.
ROLF CANAL

Einst war Pierin Vincenz DER Bündner Star-Banker. Spätestens nach dem Verfahren der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) vom letzten Herbst blätterte der Lack ab. Dies, obwohl das Verfahren mittlerweile eingestellt wurde. Die Untersuchung wurde gegenstandslos, weil Vincenz als Verwaltungsratspräsident der Helvetia-Versicherung zurückgetreten war.

Nun schreibt der Bündner erneut negative Schlagzeilen. In diesem Fall geht es um angeblich ungetreue Geschäftsbesorgungen bei der Aduno-Gruppe, bei welcher Vincenz als Verwaltungsrat im letzten Juni ausschied. Diese Woche kam es deswegen zu einer Hausdurchsuchung. Am heutigen Freitag muss er gar vor den Haftrichter. Der Bündner hatte am Mittwoch noch betont, dass er sich nichts zu Schulden habe kommen lassen.

Repower entspannt

«Wir haben aus den Medien von den neuesten Entwicklungen erfahren», erklärt Repower-Mediensprecher Thomas Grond auf Anfrage von «suedostschweiz.ch». Für den Bündner Stromkonzern sei es wichtig, dass dieses Verfahren keinen Einfluss auf die Geschäfte habe. Falls Vincenz an der kommenden GV oder bei Verwaltungsratssitzungen nicht teilnehmen könne, werde der Vizepräsident die Geschäfte übernehmen.

Lange wird der Bündner aber ohnehin nicht mehr für den Stormkonzern tätig sein. Im Januar hatte Repower bekanntgegeben, dass sich Vincenz bei der Generalversammlung im Mai nicht mehr zur Wiederwahl stellt. Aufgrund des Finma-Verfahrens fürchteten die Aktionäre bereits damals einen Imageschaden. Und wie ist es heute? 

Dieses Thema werde bei Repower gerade nicht diskutiert, betont Grond. Für den Stromkonzern sei derzeit wichtiger, wie man mit Vincenz kommunizieren könne. Er habe bisher noch keinen Kontakt zu ihm gehabt.

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