Alle gratulieren, aber niemand will das Denkmal aufstellen
Mit seinem seinen 20. Grand-Slam-Sieg in Melbourne hat sich Roger Federer noch unsterblicher gemacht als er eh schon war. Das weiss man auch auf der Lenzerheide, wo das Tennisass ein Anwesen besitzt. Ein Denkmal für den König will aber (noch) niemand errichten.
Mit seinem seinen 20. Grand-Slam-Sieg in Melbourne hat sich Roger Federer noch unsterblicher gemacht als er eh schon war. Das weiss man auch auf der Lenzerheide, wo das Tennisass ein Anwesen besitzt. Ein Denkmal für den König will aber (noch) niemand errichten.
Gemeindeschreiber Johann Gruber zeigt sich auf Anfrage sichtlich stolz und erfreut über den wohl bekanntesten «Einwohner» von Vaz/Obervaz. Aktuell sei es jedoch kein Thema, für Roger Federer auf der Lenzerheide ein Denkmal zu errichten. Aber Gruber lässt auch eine Art Hintertüre offen, wenn er sagt: «Was nicht ist, kann noch werden.»
Ein Schreiben der Gemeinde
Laut Gruber wird die Gemeinde Federer schriftlich für die Titelverteidigung an den Australien Open gratulieren, «einmal mehr», wie Gruber auf Anfrage von «suedostschweiz.ch» sagt. Aber man wisse nicht, wann Roger Federer das nächste Mal auf die Lenzerheide komme. «Herr Federer meldet sich natürlich nicht jedes Mal im Vornherein auf der Gemeinde an. Denn wahrscheinlich möchte er hier seine Ruhe», ist Gruber überzeugt.
Auch Marlene Schwarz von der Lenzerheide Marketing und Support AG sieht Federer mehr als Gast und Einwohner auf der Heide denn als Denkmal, «darum ist es derzeit kein Thema, für Herrn Federer eine Statue oder etwas dergleichen aufzustellen», so Schwarz auf Anfrage.
Und auch Maurus Frei, der Churer Architekt von Federers Villa Bellavista am Sartonserhang, möchte sich zu einer von «suedostschweiz.ch» «geforderten» Ehrung von Roger Federer nicht äussern. Schon beim Bau sei man gegen aussen zurückhaltend gewesen mit Informationen. Das behalte man bei, so Frei.
Der König kommt ...
Also gibt es vorerst kein Denkmal, keine «Voa Roger Federer» und kein Volksfest für das Tennis-Ass. Vorerst gönnt Federer sich aber eine Auszeit in den Bergen, wo er die Erlebnisse der vergangenen Wochen verarbeiten und sich abseits des Rummels in aller Ruhe erholen will.
Immerhin können sich die Fans auf folgendes Szenario freuen: Sollte Nadal aufgrund seiner in Melbourne erlittenen Verletzung in Acapulco noch nicht wieder antreten können, würde Federer Ende Februar so oder so mit 36 Jahren und sechs Monaten Andre Agassi als älteste Nummer 1 des ATP-Rankings ablösen.
Philipp Wyss ist Wirtschaftsredaktor der gemeinsamen Redaktion der Zeitung «Südostschweiz» und der Internetseite «suedostschweiz.ch». Mehr Infos
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