«Burglind» kostet Glarnersach sechsstelligen Betrag
Im ganzen Glarnerland hat der Sturm seine Spuren hinterlassen. Rund 250 Schadensmeldungen dürfte die Glarnersach letztlich verzeichnen. Der grösste Teil der Schäden ist an Dächern auszumachen. Der Kanton Glarus kam im Vergleich aber glimpflich davon.
Im ganzen Glarnerland hat der Sturm seine Spuren hinterlassen. Rund 250 Schadensmeldungen dürfte die Glarnersach letztlich verzeichnen. Der grösste Teil der Schäden ist an Dächern auszumachen. Der Kanton Glarus kam im Vergleich aber glimpflich davon.
Bisher sind laut Hansueli Leisinger rund 150 Schadensmeldungen aus dem Glarnerland eingegangen. «Erfahrungsgemäss wird diese Zahl aber noch steigen. Wir rechnen mit rund 250 Fällen», erklärt der Geschäftsleiter der Glarnersach. Die Mitarbeiter der Gebäudeversicherung seien nun daran, diese aufzuzeichnen. «Dies dauert aber sicher noch einige Tage.»
Die Schadenssumme bewegt sich laut Leisinger im sechsstelligen Bereich, «aber sicher unter einer halben Million Franken». Einen Kapitalschaden gebe es im Glarnerland nicht, aber einige grössere Schäden. «Der grösste Brocken, den wir bisher zu verzeichnen haben, macht um die 30 000 Franken an einem Dach aus.»
Der Norden ist weniger geschützt
Schäden an Dächern sind denn auch die meisten Fälle. «Ganze wurden zwar keine abgedeckt, aber vereinzelt lösten sich Ziegel, Solaranlagen oder Oberlichter wurden ebenfalls stark beschädigt», weiss Hansueli Leisinger.
Die meisten Fälle betreffen Glarus Nord. «Glarus ist durch den Wiggis gut geschützt, da gibt es erfahrungsgemäss weniger Schäden.» Im weniger durch das Gebirge geschützten Norden wurden Windspitzengeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern gemessen. In Glarus Süd kam es eher zu Windböen. Eine solche knickte auch die 160 Jahre alte Rotbuche in Luchsingen (gestrige Ausgabe).
Für die Schäden an den Gebäuden kommt laut Hansueli Leisinger die Glarnersach auf. Für jene an Fahrzeugen die jeweilige Privatversicherung oder, falls Bäume etwas beschädigt haben, der Besitzer.
Schwein gehabt
Das Glarnerland sei im Vergleich zur restlichen Schweiz aber glimpflich davongekommen, sagt Hansueli Leisinger weiter. Und es sei auch kein Vergleich zum verheerenden Orkantief «Lothar», das am 26. Dezember 1999 eine Schneise der Verwüstung durch West- und Mitteleuropa gezogen hatte. «Damals wurden die Wälder stark in Mitleidenschaft gezogen. Was die Schäden an den Gebäuden betrifft, liegen diese in einem ähnlichen Rahmen.»
Der Sturm «Burglind» sei aber sicher eines der grösseren Ereignisse für die Glarnersach in den letzten Jahren. «Aussergewöhnlich ist die Schadenssumme aber nicht», so Leisinger. «Diese wirft uns nicht aus der Bahn.» Aussergewöhnlich für den Sturm sei lediglich die Jahreszeit.
Paul Hösli ist Leiter Sport bei den «Glarner Nachrichten» in Ennenda. Er ist seit 1997 bei der «Südostschweiz», im Jahr 2013 wechselte er intern von der Druckvorstufe in die Redaktion. Zuerst in einem 40-Prozent-Pensum und seit 2016 zu 100 Prozent. Mehr Infos
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