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Tierquäler-Pferde sind nun im Tal

Die rund 30 Pferde des mutmasslichen Tierquälers Ulrich K., welche bisher auf Bündner Alpen waren, sind nun im Tal. Die nächsten Schritte hängen vom Kanton Thurgau ab.

22.09.17 - 11:21 Uhr
Ereignisse
Die Pferde von Ulrich K. haben ein neues Zuhause bekommen.
Die Pferde von Ulrich K. haben ein neues Zuhause bekommen.
KANTON GRAUBÜNDEN

Vergangenen Freitag verhinderte die Kantonspolizei Graubünden den Abtransport von Pferden des mutmasslichen Tierquälers Ulrich K. aus Hefenhof. Bekannte des Verdächtigen wollten diese offenbar aus dem Davoser Dischmatal entfernen, wie der Verein gegen Tierfabriken auf seiner Homepage schrieb.

Am Mittwoch wurden die Tiere nun vom Bündner Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit offiziell an neue Standorte gebracht. Aufgrund des schlechten Wetters hätten die Alpbetriebe ihre Sömmerungen in den letzten Tagen beenden und neue Lösungen für die Tiere gesucht werden müssen, heisst es in einer Mitteilung des Kantons.

Nebst den Pferden von Ulrich K. waren auch Rinder von der Umsiedlung betroffen. Letztere seien direkt zu den neuen Eigentümern gebracht worden. Die Pferde von der Alp im Engadin wurden in einen Betrieb im Tal gebracht. Für die Pferde aus den Davoser Alpen konnte eine Lösung auf einem Pferdebetrieb im Bündner Rheintal gefunden werden, heisst es im Schreiben weiter.

Die Pferde würden solange dort bleiben, bis der zuständige Kanton Thurgau das weitere Vorgehen bestimmt habe. Weitere Pferde sind zudem noch in den Kantonen St. Gallen und Luzern.

Der Betrieb von Ulrich K. in Hefenhof im Kanton Thurgau wurde anfang August zwangsgeräumt und der Bauer zwischenzeitlich in die Psychiatrie eingeliefert. Ihm wird Tierquälerei vorgeworfen. Bilder von toten, verletzten und ausgehungerten Tieren hatten in den Medien für Schlagzeilen gesorgt.

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