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Glückskette muss nicht sammeln

Eine Delegation der Glückskette und der Caritas weilte am Mittwoch in der Val Bregaglia. Für Bondo gibt es voraussichtlich keine nationale Sammelaktion.

30.08.17 - 11:00 Uhr
Ereignisse
Die Arbeiten sind im Gang - auch wenn man von weiteren Murgängen ausgeht.
Die Arbeiten sind im Gang - auch wenn man von weiteren Murgängen ausgeht.
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Die Hilfsorganisation Glückskette verfügt über einen Fonds für die Unwetterhilfe in der Schweiz. Darin befinden sich zurzeit noch rund drei Millionen Franken. «Mit diesen Spenden können wir Soforthilfe und Überbrückungshilfe leisten sowie einen Teil an die Restkosten für Privatpersonen, kleine Betriebe und finanzschwache Gemeinden zahlen, welche nicht von einer Versicherung oder anderen Stellen gedeckt werden», heisst es auf der Internetseite der Glückskette.

Das Partnerhilfswerk Caritas Schweiz, welches für uns die Unwetterhilfe im Kanton Graubünden umsetzt, stehe mit den zuständigen Behörden in Kontakt und kläre ab, wie mit den bestehenden Geldern am besten und schnellsten geholfen werden kann.

Kein Spendenaufruf für Bondo

«Zurzeit gibt es keinen Spendenaufruf für Bondo», betont die Kommunikationsbeauftragte der Glückskette, Daniela Toupane. Die Organisation geht davon aus, dass sich die Restkosten nach Übernahme der Kosten durch Versicherungen, fondssuisse und Dritte im Rahmen der drei bereits vorhandenen Millionen Franken befinden. «Die Leute dürfen trotzdem gerne spenden», sagt Troupan. Diese Spenden werden bei der Hilfe nach zukünftigen Unwettern und Naturkatastrophen in der Schweiz eingesetzt.

Die Hilfe für von Unwettern und Naturkatastrophen geschädigte Personen in der Schweiz hat in den letzten Jahren dank der Grosszügigkeit der Schweizer Bevölkerung ein beträchtliches Volumen erreicht. «In den 70 Jahren seit unserer Gründung unterstützten wir Unwettergeschädigte in der ganzen Schweiz mit rund 209 Millionen Franken», heisst es in der Mitteilung der Glückskette. Informationen zu den Spendemöglichkeit gibt es auf www.glueckskette.ch.

Fadrina Hofmann ist als Redaktorin für die Region Südbünden verantwortlich. Sie berichtet über alle gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Themen, die in diesem dreisprachigen Gebiet relevant sind. Sie hat Medien- und Kommunikationswissenschaften, Journalismus und Rätoromanisch an der Universität Fribourg studiert und lebt in Scuol im Unterengadin. Mehr Infos

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