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Tierquäler brachte Pferde nach Graubünden

Tierquäler brachte Pferde nach Graubünden

Die Spuren des Tierbesitzers Ulrich K. führen auch nach Graubünden. Auf diversen Alpen im Kanton sömmern Pferde und Rinder aus seinem Betrieb. Das Bündner Amt für Tiergesundheit untersucht all diese Tiere.

Béla
Zier
vor 4 Jahren in
Ereignisse
SCHWEIZ SICHERSTELLUNG TIERE
Hier werden die gequälten Tiere abtransportiert.
KEYSTONE

Wir wissen, wo die Tiere in Graubünden sind. Nach unserem aktuellen Kenntnisstand geht es ihnen gut.» Das sagte Giochen Bearth, stellvertretender Bündner Kantonstierarzt, auf Anfrage der Zeitung «Südostschweiz».

Laut Bearth wurde das Bündner Amt für Tiergesundheit am vergangenen Montag von den Behörden des Kantons Thurgau darüber in Kenntnis gesetzt, dass sich Tiere aus dem Besitz des mutmasslichen Pferdequälers Ulrich K. auch in Graubünden befinden. Auf dessen Betrieb in Hefenhofen (Thurgau) fand am Montag ein Polizeieinsatz statt. Am Dienstag wurden dort per Verfügung des Kantons Thurgau rund 300 Tiere vom Hof weggeführt (Ausgabe von gestern). Ulrich K. hat aber ganz offensichtlich noch viel mehr Tiere gehalten.

Vom Engadin bis nach Davos

Laut Bearth handelt es sich um 53 Pferde sowie 19 Rinder, die Ulrich K. zur Sömmerung nach Graubünden transportiert hat. Wo genau all diese Tiere sind, dazu wollte sich Bearth unter Verweis auf die laufenden Abklärungen noch nicht äussern. Die Pferde und Rinder befänden sich an acht Standorten, die vom Engadin über das Oberland bis nach Davos verstreut liegen würden. Die Tiere seien derzeit auf einem Bauernhof sowie sieben Alpen beheimatet. Seit Montag würden alle Tiere von Mitarbeitenden des Bündner Amts für Tiergesundheit kontrolliert.

Wie der «Blick» am Mittwoch berichtete, befinden sich Pferde von Ulrich K. auf den im Davoser Dischmatal gelegenen Alpen Dürrboden und Rüedischtälli. Gemäss Informationen der «Südostschweiz» sömmerte Ulrich K. dort schon seit Jahren Pferde. Um die Gesundheit dieser Tiere soll es aber nie zum Besten gestanden haben. Insgesamt werden 53 Pferde und 19 Rinder von Ulrich K. auf ihren Gesundheitszustand hin kontrolliert.

 

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