Waren die Kabel schuld?
Das Flugzeugunglück im Engadin wird die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) noch lange beschäftigen. Der Bericht dürfte in etwa eineinhalb Jahren fertig sein.
Das Flugzeugunglück im Engadin wird die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) noch lange beschäftigen. Der Bericht dürfte in etwa eineinhalb Jahren fertig sein.
Der Absturz am vergangenen Freitag im Diavolezza-Gebiet hat drei Menschen – darunter zwei 14-jährigen Jungen – das Leben gekostet. Die Untersuchungen zum Unglück laufen seither auf Hochtouren.
Im Interview mit Radio Südostschweiz erklärt Untersuchungsleiter Florian Reitz, dass gerade bei Unglücken mit Verletzten und Toten die SUST die Unfallstelle vor Ort besuche und Hinweise nach Ursachen suche. Eine Möglichkeit für das Unglück könnten die Kabel der Diavolezza-Bahn, Strom- oder auch Telefonkabel sein. Am Wrack oder an den Kabeln habe man bisher jedoch noch keine entsprechenden Spuren gefunden.
Zunächst werde immer der Unfallhergang rekonstruiert und erst danach Ursachenforschung betrieben. Es sei sehr selten, dass man innert weniger Tage bereits die Ursache kenne, so Reitz. Die Kabel werden daher lediglich als Option angeschaut.
Die Spuren hätten der SUST zwar ein erstes Bild gegeben, aber die 17-jährige Überlebende, welche ins Kantonsspital Graubünden gebracht wurde, müsse auch noch befragt werden. Die Untersuchungsergebnisse dürften letztlich erst in eineinhalb Jahren publik werden.
Augenzeugen und Spuren
Bereits knapp 15 Minuten nach dem Unglück sei die SUST über das Unglück von der Rega informiert worden. Danach habe die Arbeit direkt angefangen. Nun gehe es für mehrere Personen darum, einen Bericht zu verfassen.
Der Bericht wird in rund einem Jahr dann einem unabhängigen Gremium vorgelegt, welches nicht vom Fall betroffen und dadurch unvoreingenommen die Fakten prüfen könne. Danach werde der Bericht den Betroffenen zur Stellungnahme unterbreitet. Dieses Prozedere dauere rund zwei Monate. Danach würden die Verfasser den Bericht nochmals überarbeiten, bevor er einer Kommission zur endgültigen Abnahme unterbreitet werde.







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