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Drei Monate, dann ist es überstanden

Zurzeit laufen noch Deckbelagsarbeiten sowie der Rückbau der alten Nordspur, doch die Bauarbeiten an der A13-Nordspur nähern sich dem Ende. Ein Überblick zum Zeitplan, der Verkehrssicherheit und der Renaturierung der alten Fahrbahn.

Südostschweiz
29.05.17 - 05:17 Uhr
Ereignisse

Voraussichtlich in drei Monaten kann die Autobahn A13 dem normalen Verkehrsbetrieb übergeben werden. «Wir rechnen damit, bis Anfang September mit den Belagsarbeiten fertig zu sein», sagt Roman Kurath, Projektleiter beim Bundesamt für Strassen (Astra). Die Bauarbeiten an der A13 zwischen Chur und Zizers befinden sich derzeit also im Endspurt. Zurzeit wird auf der Mittelspur der Deckbelag aufgetragen. Den Abschluss der Arbeiten bildet laut Kurath ab Ende Juni die Fertigstellung des Deckbelags auf der Fahrbahn neben den Bahngleisen der SBB (siehe Grafik).

Dem Zeitplan ein Jahr voraus

Die Wetterkapriolen im April und Mai haben sich auch auf die Baustelle ausgewirkt. Im Moment liegen die Deckbelagsarbeiten laut Kurath wegen der nassen und kalten Witterung etwas zurück. «Dennoch sind wir dem ursprünglichen Plan weit voraus», sagte Kurath.

Vorgesehen war ursprünglich eine Bauzeit von insgesamt drei Jahren. Im Jahr 2015 fiel der Startschuss zum Bau der neuen Autobahnspur. Gemäss dem ursprünglichen Zeitplan hätte die diese ab 2018 dem Verkehr übergeben werden sollen. Nun sieht es aber danach aus, als werde man schon fast ein Jahr früher fertig. Ausserdem konnten die Baukosten gegenüber dem Budget um 15 Millionen Franken auf insgesamt rund 90 Millionen Franken gesenkt werden.

Das Astra liess die ehemalige Nordspur verlegen, um Trimmis vom Lärm zu entlasten. Ausserdem genügte die alte Nordspur nicht mehr den heutigen Anforderungen. Nebst den Lärmemissionen waren der fehlende Standstreifen, Altersschäden und das ungünstige Längenprofil der Strecke Anlass zum Neubau.

Vorsicht ist weiterhin geboten

Während der Bauzeit kam es bisher auf der A13 zwischen Zizers und Chur zu sechs Verkehrsunfällen, wie die Kantonspolizei Graubünden auf Anfrage bestätigte. Dabei verletzte sich ein 80-jähriger Automobilist, ansonsten entstand nur Sachschaden an Leitplanken und Fahrzeugen. Erst jüngst sorgten zwei Unfälle in der Bauzone für Verkehrschaos und Staus. Vorsicht ist auch in den nächsten Wochen noch geboten: Die Nordspur wurde kürzlich nach aussen verlegt und dabei nochmals um 20 Zentimeter verengt. Diese Massnahme sei notwendig, um auf der Mittelspur den Deckbelag auftragen zu können, begründet Kurath.

Dem Umstand der engeren Fahrbahn wird laut Kurath mit reduziertem Tempo und entsprechender Signalisation Rechnung getragen. Es sei auch klar, dass eine engere Fahrspur mehr Konzentration von den Autofahrern verlange.

«Die verengte Fahrspur auf Baustellen verlangt immer eine erhöhte Konzentration von Fahrzeuglenkern.»

Rückbau weit fortgeschritten

Die alte Nordspur bei Trimmis ist mittlerweile schon fast verschwunden. Der Rückbau der Fahrbahn und zweier Brücken ist laut dem Projektleiter bereits abgeschlossen. «Zurzeit geht es darum, die Gesamtfläche von rund 60 000 Quadratmetern zu renaturieren», erklärt Kurath. Das wiedergewonnene Land wird grösstenteils zu landwirtschaftlich nutzbarer Fläche. Ein gewisser Teil davon wird allerdings für sogenannt ökologische Ersatzmassnahmen verwendet. So werden beispielsweise Trockenwiesen und Hecken gepflanzt, die Vögeln und anderen heimischen Tieren neue Lebensräume eröffnen.

Der gesamte Rückbau dauert etwas länger als die Fertigstellung der Autobahn. Bis Ende 2018 sollten laut Kurath allerdings auch die letzten Arbeiten abgeschlossen sein.

 

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