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Die Therapeutin mit Rhythmus

Catherine Fritsche entdeckte ihre Liebe zur Musik bereits im Kindergarten. Mittlerweile nützt sie die Musik als Therapie.

Sasi
Subramaniam
Samstag, 09. März 2019, 04:30 Uhr Porträt

Fritsche ist seit 20 Jahren als Musiktherapeutin im Glarnerland tätig. Sie ist am Bodensee in Rorschach aufgewachsen und hat im Kindergartenalter das Blockflötenspiel entdeckt. Die heilsame Wirkung des (freien) Musizierens hat sie bereits als Jugendliche erfahren dürfen und hegt seither den Wunsch, diese Erfahrung anderen Menschen weiterzugeben. Sie hat zuerst als Heilpädagogin für Kinder nd Jugendliche mit Autismus und Wahrnehmungsstörung gearbeitet. 1999 kam sie ans Kantonsspital Glarus, um eine Musiktherapie aufzubauen.

Alle Instrumente, die in der Musiktherapie zum Einsatz kommen, werden von Catherine täglich gespielt und improvisatorisch erkundet. «Musik und Musizieren verbindet Menschen und Lebenswelten, kann Brücken schlagen oder Türöffner sein. Die Wahrnehmung und das Einfühlungsvermögen verfeinern und die Kommunikation auch jenseits der Worte ermöglichen. Musik kommt manchmal von weit her und ist ganz im Jetzt; sie kann Zugang zu einer ureigenen Ressource oder einem Heimatgefühl sein und als rhythmisches Geschehen dem Lebensfluss dienen», sagt Catherine Fritsche.

Im vergangenen Jahr hat sie sich eine Auszeit genommen. Catherine Fritsche ist vom Bodensee aus bis an den Atlantik gepilgert – 100 Tage hat diese Reise gedauert. Sie hat unterwegs täglich gesungen und auf der Sopranino gespielt. Catherine Fritsche ist zudem Co-Autorin des Buches «Zeit – Leere – Hingabe – Glück. Seinsqualitäten und Wandlungsprozesse in der Musiktherapie».

Der Beitrag von Sasi Subramaniam ist Teil einer losen Serie von multimedialen Porträts, mit denen der «Südostschweiz»-Fotograf in diesem Jahr Glarnerinnen und Glarner vorstellt, die ihn persönlich beeindrucken

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