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Happy Valentine

Uhr
Oliver
Fischer

Beginnt das Chaos jeden Tag von vorn, sagen wir: Herzlich Willkommen im Familienleben. Unser Alltag reiht verrückte, bunte, profane und ab und zu unfassbar perfekte Momente aneinander. Das Leben als Mama oder Papa ist eine aufregende Reise, auf die wir Euch nun mitnehmen. Ganz nach dem Motto: Unser Alltag ist ihre Kindheit.

My dear Valentine

Das erste Mal verliebte ich mich in dich, da gabs dich noch gar nicht wirklich. Da warst du zuerst einmal zwei Streifen auf einem Schwangerschaftstest – und ein Zellklümpchen im Bauch von Mama.

Das zweite Mal verliebte ich mich in dich, in einer Oktobernacht 2014, als du mir irgendwann nach Mitternacht unter der Bettdecke durch den Bauch von Mama ein High-Five gegeben hast.

Das dritte Mal verliebte ich mich in dich, an einem frühen Sonntagmorgen Anfang März 2015, nach zwei fast schlaflosen Nächten und einigen weiteren Strapazen. Du warst für mich das zweifellos wunderschönste und allerherzigste Popi, das die Welt je gesehen hat.

Seither sind bald fünf Jahre vergangen. Fünf Jahre, in denen du mich schon viele Male fast die Wände hochgehen lassen hast. Graue Haare habe ich definitiv auch ein paar mehr und die eine oder andere Falte im Gesicht. Wobei, die Falten nehme ich noch so gerne, denn es sind keine Sorgenfalten, sondern Lachfalten. Denn in diesen fünf Jahren hast du mich so unfassbar oft zum Lachen und zum Strahlen gebracht:

Wenn wir unsere Samstagmorgenspaziergänge in Chur machen und du mir zwischen Bahnhofstrasse, Arcasplatz und Untergasse die wildesten Geschichten erzählst.

Wenn du dich am Abend im Bett an mich schmiegst und wir gemeinsam mit Pippi, dem Rösslein Hü oder dem kleinen Gespenst Abenteuer erleben. Wenn du dabei mitfieberst, dich manchmal fürchtest und umso glücklicher bist, wenn alles gut ausgeht.

Wenn du Tränen lachst, weil ich dich kitzle. Und ich sofort weiterkitzeln muss, kaum hast du «Stopp» gerufen.

Wenn du mir in uneingeschränkter Freude und Begeisterung um den Hals fällst. Egal ob wir grosse Pläne schmieden oder ich dich einfach in der Krippe abhole.

Hunderte Male habe ich mich schon in dich verliebt. Und freue mich auf die unzählbaren Male, wenn du mich mit einem Lachen, einer Geschichte, einer Umarmung oder einer simplen Frage immer und immer wieder dazu bringst, mich in dich zu verlieben.

Bis zu dem – hoffentlich noch sehr weit weg liegenden – Tag, an dem du mir das Herz brichst; indem du zum ersten Mal irgendeinen Kerl nach Hause bringst, der (und da bin ich mir absolut sicher) völlig inakzeptabel für dich (also für mich) ist.

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