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Zeit, invasive Neophyten zu entfernen

Gerade jetzt ist in Davos die Hauptwachstumsphase für Pflanzen. Dabei schiessen auch Pflanzen ins Kraut, die eigentlich gar nicht hierher gehören und sogar schädlich sind. Die Gemeinde informiert.

Davoser
Zeitung
13.06.22 - 12:06 Uhr
Aus dem Leben
Einjähriges Berufskraut (Erigeron annuus)
Einjähriges Berufskraut (Erigeron annuus)
zVg

Als Neophyten werden Pflanzen bezeichnet, die durch menschlichen Einfluss in ein Gebiet eingeschleppt wurden, in dem sie nicht heimisch sind. Einige dieser Arten können durch ihre rasche und dominante Ausbreitung die ein­heimische Flora verdrängen und weitere Probleme verursachen. Solche invasiven Neophyten sind nur mit einer aktiven Bekämpfung unter Kontrolle zu bringen. Neben den negativen Auswirkungen auf die Biodiversität, können einzelne Arten einen erheblichen gesundheitlichen und/oder wirtschaftlichen Schaden anrichten. In der Schweiz werden aktuell 57 Pflanzenarten auf den offiziellen nationalen Listen der invasiven Neophyten aufgeführt (www.infoflora.ch).

Glattes Zackenschötchen (Bunias orientalis).
Glattes Zackenschötchen (Bunias orientalis).
zVg

Wie erkenne ich einen invasiven Neophyten?

Invasive Neophyten fallen oft auf, weil sie eine grosse Fläche einnehmen und regelrecht wuchern. Dabei verdrängen sie einheimische Pflanzenarten stellenweise komplett.

Welche kommen in Davos vor?

Die in Davos relevanten invasiven ­Neophyten sind der Riesenbären-klau (Riesenkerbel), das Glatte Zackenschötchen, das Einjährige Berufskraut und die Vielblättrige Lupine.

Vielblättrige Lupine (Lupinus polyphyllus).
Vielblättrige Lupine (Lupinus polyphyllus).
Archiv DZ

Korrekter Umgang mit Neophyten

Die Bekämpfung von Neophyten bezweckt deren Ausbreitung und damit die Verdrängung der einheimischen Pflanzen zu stoppen oder einzudämmen. Für die im Gebiet Davos vorherrschenden Neophyten sind folgende Bekämpfungsmassnahmen zielführend: die Entfernung der Einzelpflanze samt Wurzeln oder mehrmaliges Mähen zum richtigen Zeitpunkt. Das anfallende Material ist im Kehricht zu entsorgen (nicht im Gartenkompost), denn nur so kann eine ­wei-tere Ausbreitung verhindert werden. Die Bekämpfungsmethoden werden auf der Internetseite www.infoflora.ch/neophyten detailliert beschrieben.

Achtung: Bei der Bekämpfung von Riesenbärenklau ist besondere Vorsicht geboten. Die Pflanze produziert Stoffe, die in Kombination mit Sonnenlicht schädlich wirken. Haut und Augen sind gut zu schützen, insbesondere gegen Spritzer. Nach einem Hautkontakt mit dem Saft der Pflanze muss die Stelle rasch mit Wasser und Seife abgespült werden.

Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum).
Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum).
zVg

Wer ist für die Bekämpfung zuständig?

Für die Bekämpfung invasiver Neophyten sind Grundstückeigentümer beziehungsweise Bewirtschafter verantwortlich. Diese können für die Bekämpfung Unternehmer beauftragen.

Werden Neophyten auf Gemeinde-Grundstücken festgestellt, kann diese Beobachtung der Ansprechperson des Forstbetriebes Davos (timo.wattinger@davos.gr.ch, Telefon 081 414 31 67) gemeldet werden.

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