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Was wisst ihr über den Chalandamarz?

Kaum anderswo in Graubünden spürt man den 1. März so stark wie im Engadin. Die Schülerinnen und Schüler fiebern diesem Tag entgegen. Was hat es mit dem Chalandamarz auf sich? Testet hier euer Wissen.

Nicole
Nett
01.03.22 - 04:30 Uhr
Aus dem Leben
Heute wird in Graubünden wieder der Chalandamarz gefeiert.
Heute wird in Graubünden wieder der Chalandamarz gefeiert.
Archivbild Olivia Aebli-Item

Nicole Nett schreibt und produziert hauptsächlich Geschichten für «suedostschweiz.ch». Die gelernte Kauffrau hat Multimedia Production studiert und lebt in der Bündner Herrschaft. Sie arbeitet seit 2017 für die Medienfamilie Südostschweiz. Mehr Infos

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Heute Montag, 1. März haben wir in der Val Müstair an Stelle von Karneval den "Chalandamarz"; das ist bei uns ein uralter bis in die Antike zurückgehender Frühlingsbrauch. Am 1. März (chalanda=erster, marz=März) begrüsst die bunt kostümierte Schuljugend mit einer Einheitstracht und mit Schellengeläut und Peitschenknallen die bessere Jahreszeit. Dieses symbolische Verjagen der winterlichen Dämonen hat sich am ursprünglichsten im Oberengadin bei uns in Graubünden erhalten. Hier findet in den einzelnen Dörfern am Morgen und zum Teil noch am Nachmittag ein Umzug statt, wo sechs Knaben einen bekränzten Schlitten ziehen, in dem die kostümierten und schellenschwingenden Winteraustreiber sitzen. Vor einzelnen Häusern wird angehalten und gesungen und man sammelt Geschenke ein. Die Kinder und die Einheimischen haben an diesem Tag den riesen Plausch! Der Brauch wird übrigens im berühmten Kinderbuch "Schellenursli" von Selina Chönz und Alois Carigiet dargestellt, das wirklich jedes Kind bei uns in der Schweiz schon gelesen hat. Der Schellenursli wurde verfilmt und war in den Kinos verschiedentlich zu sehen. Ich hoffe, dass Corona den Kindern keine Absage erteilt…
Ich freue mich sehr auf den Frühling!

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