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«Nun gehe ich wirklich gerne zur Schule»

Pascal
Spalinger
14.04.22 - 18:00 Uhr
Leben & Freizeit
mandy_2022
Mandy Grace Federspiel ist von der Talentschule begeistert.
zVg

DZ: Mandy Grace Federspiel, wie hat dir das erste Jahr in der Talentklasse bisher gefallen?

Mandy Grace Federspiel: Ich liebe diese Schule. Für mich ist es eines der ersten Male, wo ich wirklich mega-gerne in die Schule gehe. Dazu kann ich meine Leidenschaft – die Musik – mit der Schule verbinden. Einfach toll! 

Inwiefern hat du dich gegenüber der Primarschule umstellen müssen?

Es ist schon strenger, auch esse ich über den Mittag dort, da ich es nicht nach Hause schaffe. So bin ich teils von morgens um 7 bis abends um 17.45 Uhr unterwegs – das sind lange Tage. Vorher konnte ich immer zu Hause essen. Was ich toll finde, sind die Lern-Ateliers. Wenn man da gut arbeitet, hat man zu Hause keine Hausaufgaben mehr – ausser natürlich wenn Prüfungen anstehen. Das ist genial. 

Wie kannst du von der zusätzlichen musikalischen Förderung profitieren, und wo hast du dich verbessern können?

Ich habe Zeit, und ich kann die Musik mit der Schule verbinden. Das ist schon mal ein riesiges Privileg. Verbessert habe ich mich am Klavier und im Singen allgemein, würde ich sagen. Ich war in einem privaten Tonstudio und durfte dabeisein, wie man ein ganzes Lied mixt, schneidet, aufnimmt und so weiter. Zur Zeit arbeite ich mit einem guten Freund, der sehr ­talentiert im Rappen ist, an einem Rap-Song mit Gesang. Er schreibt auch die ganzen Texte, das wird toll. Im Sommer werde ich mit einem Produzenten und Songwriter an einem eigenen Lied arbeiten. Da freue ich mich ganz speziell ­darauf. Für mich sind das alles Riesen-Erfahrungen, und ich würde es natürlich lieben, wenn ich es ins Radio schaffe, oder noch weiter …

Gibt es eine absolute Lieblingstätigkeit in der Schule?

Ich liebe die Projekttage. In der Talentschule gibt es zudem einen grossen Zusammenhalt. Das schätze ich sehr. Wir sind wie eine grosse Familie. An den ­Projekttagen sind wir alle zusammen, das ist toll. Auch finde ich es bei Herrn Estermann toll. Er gibt Musik an der ­Talentschule. Seine Leidenschaft ist so ansteckend, er ist so talentiert, und bei ihm macht es einfach total Spass. 

Leider konnten wegen Corona bisher keine Konzerte durchgeführt werden. Inwiefern gab es trotzdem musikalische Projekte, an denen du mitwirken konntest? Und welchen Aufwand musstest du dafür betreiben?

Ich bin eigentlich nicht so der Konzert-Typ. Ich konnte aber trotz allem bei einer CD-Aufnahme im Klein-Chor mit dabei sein, natürlich alles mit Tests, Masken und Schutzkonzept. Auch hat die Musikschule einen Konzertabend in der Pauluskirche durchführen können, was viele sehr schätzten. Jedoch freue ich mich, wenn alles wieder mehr oder weniger normalisiert ist. Man sieht endlich die Ausstrahlung der Menschen wieder. Auch ist es viel einfacher ohne die ganzen Schutzkonzepte. Am Freitag, 29. April, werde ich im ­Musical «Daniel» in der Aula der Schweizerischen Alpinen Mittelschule Davos mit einem Chor auftreten. Ich freue mich, dass man die Hallen wieder füllen kann. 

Warum sollten deiner Meinung nach weitere Musikschülerinnen und Musikschüler die Aufnahmeprüfung in die Talentschule absolvieren?

Da gibt es viele Gründe. Es ist einfach der Hammer! Die Talentschule ermöglicht Sporttalenten und begabten Musikern, ihre Fähigkeiten optimal zu entwickeln und gleichzeitig erfolgreich die Ober­stufen-Schule zu absolvieren. Dank der ­familiären Grösse und einem flexiblen Bildungsangebot können die Schüler ganz individuell und bedürfnisgerecht gefördert werden. In Zusammenarbeit mit Sport- und Musikpartnern unterstützt die Talentschule die jungen Talente auf ihrem Weg zum Leistungssportler oder Profimusiker.

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