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Mario Kart in den Bündner Bergen

Achtung, fertig, Light Ride: In Lenzerheide könnt ihr Mario Kart in Real Life erleben – nicht im Auto, auf dem Schlitten duelliert man sich in einem steilen Rennen.

03.03.22 - 04:30 Uhr
Aus dem Leben
In den Startlöchern: Beim Light Ride können jeweils am Mittwoch und Samstagabend Rennen auf der Schlittelpiste in Lenzerheide gefahren werden.
In den Startlöchern: Beim Light Ride können jeweils am Mittwoch und Samstagabend Rennen auf der Schlittelpiste in Lenzerheide gefahren werden.
Bild Philomena Koch

Ein Nachtschlittelerlebnis zwischen Musik und Lichtinstallationen. Noch bis zum 27. März kann die Abfahrt in Lenzerheide getestet werden und wer weiss, vielleicht brecht ihr sogar den Geschwindigkeitsrekord?

In der Nacht auf den Berg

Ausrüsten mit Schlitten und Tickets könnt ihr euch bei der Talstation der Rothornbahn. Ab da geht es mit der Gondel hinauf in die schwarze Nacht. Von 18 bis 22 Uhr jeweils am Mittwoch und Samstag ist die Bahn in Betrieb und befördert die Light Rider auf den Berg. Ein seltsames Gefühl, wenn der sonst so belebte Berg, plötzlich so ruhig und mächtig wirkt.

Am besten ist es, wenn ihr um 18 Uhr dort seid, damit ihr das Schlittelabenteuer so richtig auskosten könnt. Um die 40 Minuten muss nämlich für eine Abfahrt eingerechnet werden. In der Regel sind drei bis vier Fahrten möglich.

Ein seltsames Gefühl: In der Dunkelheit alleine auf dem Berg, muss man den Schlittelweg finden.
Ein seltsames Gefühl: In der Dunkelheit alleine auf dem Berg, muss man den Schlittelweg finden.
Bild Philomena Koch

Bei der Mittelstation Scharmoin angekommen, beginnt der Schlittelweg. Wer sich zuerst noch aufwärmen oder etwas essen möchte, kommt im Bergrestaurant «Scharmoin» bis 21 Uhr in den Genuss der warmen Küche.

Der erste und längste Teil der Abfahrt gilt als ein Warm-up, wo die Schlittel-Fahrkünste auf Probe gestellt werden. Die erste Passage ist zwar immer wieder mit Lampen ausgestattet. Wenn man aber die Bodenwellen und Mulden rechtzeitig erkennen möchte, um die anderen zu überholen, empfiehlt es sich, eine Stirnlampe mitzunehmen. Der erste Abschnitt ist an gewissen Stellen eher flach. Das ist zwar gut zum Aufwärmen, wenn man es aber schnell mag, sollte man nicht bei Neuschnee auf den Light Ride. In eisigen Nächten ohne Schneefall ist die Piste schneller.

Los geht die wilde Fahrt

Beim Light Ride angekommen, begibt man sich zusammen mit seinen Gegnern in Startposition: Jeweils vier Rider können gleichzeitig starten. Derjenige mit der kürzesten Abfahrtszeit hat gewonnen. Aber Achtung: Auf der Piste begegnet man verschiedenen Stationen, wo Zeitgutschriften gesammelt werden können oder Zeitzuschläge lauern. So können zum Beispiel beim «Punch» Sekunden gewonnen oder Bonus Punkte am Boden aufgesammelt werden. Durch den Lichtertunnel hindurch ist das Ziel in Sichtweite. Wenn die Ziellinie überquert ist, können am Monitor bei der Talstation die Ergebnisse des Light Rides angesehen werden. Auch ein Siegerfoto könnt ihr dort herunterladen. Mithilfe eines Transponders, der am Schlitten angemacht ist, werden die Ergebnisse an den Monitor übermittelt.

Trotz allem Spieleifer – hier ein paar Regeln

Aufgepasst: Ein paar wenige, aber wichtige Regeln gibt es zu beachten.
Aufgepasst: Ein paar wenige, aber wichtige Regeln gibt es zu beachten.
Bild Philomena Koch

·        Bei einem Sturz ist es wichtig, so schnell als möglich die Rennbahn frei zu machen.

·        Gegenseitig muss auf die anderen Schlittenfahrer Rücksicht genommen werden.

·        Vor den anderen Schlitten sollte man immer genügend Abstand halten.

·        Überholmanöver werden nur angekündigt gemacht.

Philomena Koch ist freie Mitarbeiterin bei der «Südostschweiz» und schreibt für «suedostschweiz.ch». Sie studiert aktuell im sechsten Semester Multimedia Production an der Fachhochschule Graubünden und schliesst im September 2022 ihr Bachelorstudium ab. Mehr Infos

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