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Klimaschutz mit Davoser Waldbesitz

In Davos können sich Waldeigentümer über eine Genossenschaft an einem Wald-Klimaschutzprojekt beteiligen.

Südostschweiz
23.06.22 - 13:18 Uhr
Aus dem Leben

Diesen März wurde die Privatwald Genossenschaft Davos gegründet. Sie vertritt gemäss Mitteilung die Interessen der Privatwaldeigentümerschaft und baut die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Davos aus. Laut Information der Genossenschaft befinden sich die Wälder in Davos im Unterschied zu den meisten Gemeinden im Alpengebiet nur zu einem kleinen Teil im öffentlichen Eigentum. Mit einer Mitgliedschaft bleibe das Privateigentum erhalten, die Eigentümer können ihren Wald zur Bewirtschaftung der Genossenschaft verpachten, welche sich um alle forstlichen Aufgaben kümmere.

Die Genossenschaft nehme die Interessen der Besitzerinnen und Besitzer gegenüber der Gemeinde Davos wahr, der sie den Wald ihrerseits zur Bewirtschaftung verpachtet und ihr gegenüber als Ansprechpartner dient. Dabei stünden öffentliche Interessen wie die Erschliessung mit Wegen, Schutzwaldpflege und Behebung von Waldschäden im Vordergrund. Geplant sei zudem die Teilnahme an einem Wald-Klimaschutzprojekt, wie es bereits im Prättigau existiere. Durch den Verkauf von CO₂-Zertifikaten können die Waldeigentümer so laut Mitteilung neue Einnahmen erzielen.

Diesen Monat seien 370 private Davoser Waldeigentümer, die mehr als eine halbe Hektare, besitzen, von der neuen Genossenschaft kontaktiert worden. Da nicht zu allen Waldparzellen aktuelle Besitzeradressen vorhanden sind, ersucht die Genossenschaft nun jene Eigentümer, die nicht informiert wurden, um Kontaktaufnahme. (red)

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