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Keine Tiefgarage unter dem Zaunplatz

Der Gemeinderat Glarus will den Zaunplatz autofrei gestalten. Eine Tiefgarage war im Gespräch, allerdings wären die Kosten dafür zu hoch.

Südostschweiz
08.06.22 - 13:10 Uhr
Leben & Freizeit
Bald autofrei: Auf dem Zaunplatz Glarus sollen künftig keine Autos mehr fahren und parken.
Bald autofrei: Auf dem Zaunplatz Glarus sollen künftig keine Autos mehr fahren und parken.
Bild Sasi Subramaniam

Wie aus der Medienmitteilung hervorgeht, hat sich der Gemeinderat bereits im Jahr 2018 für einen Landsgemeindeplatz ohne Verkehr ausgesprochen. Gastronomische und touristische Angebote sollen den Platz säumen und auf diese Weise die Innenstadt aufwerten. Für die jetzigen Parkplätze soll eine Alternative gefunden werden. Deshalb hat die Gemeinde Glarus mit einer Machbarkeitsstudie 2017 und nun auch mittels Fachexperten für Parkhausbauten abgeklärt, ob eine Tiefgarage unter dem Zaunplatz realisiert werden könnte.

Die Abklärungen haben laut Mitteilung ergeben, dass eine Realisierung mit einem Untergeschoss trotz einem anspruchsvollen Baugrund technisch zwar möglich wäre, jedoch die Kosten hoch wären. Zudem zeigen die Abklärungen erhebliche bautechnische Risiken aufgrund des Grundwassers. Vorabklärungen alleine würden zusätzliche Kosten von mehreren Hunderttausend Franken auslösen, wie es heisst.

Wirtschaftlichkeit einer Tiefgarage nicht gegeben

Die rege diskutierte Tiefgarage unter dem Zaunplatz werde als Mittel zum Zweck verstanden, nämlich dass der Landsgemeindeplatz vom ruhenden Verkehr entlastet wird, heisst es in der Mitteilung der Gemeinde. Ein öffentliches Parkhaus würde sich aufgrund der hohen Baukosten kaum rentabilisieren lassen, denn eine hohe Auslastung von öffentlichen Parkplätzen sei mit kostendeckenden Gebühren schwierig zu erreichen. Besser wäre es mit einem hohen Anteil fest vermieteter Parkplätze. Aber selbst dann liesse sich eine Tiefgarage nicht rentabel betreiben, und es käme den Besuchern nicht entgegen.

Alternativen überzeugen mehr

Dass beim Landsgemeindeplatz möglicherweise ein Parkhaus entstehen soll, ist auf dem kommunalen Richtplan basierende Parkierungskonzept von 2016 festgehalten. Das Parkierungskonzept 2016 wurde an der Gemeindeversammlung verabschiedet. Dieses Parkierungskonzept beruht auf den vier Säulen «Bewirtschaftung», «Parkierungsanlagen», «Kontrollkonzept und «Flankierende Massnahmen». Für die Parkierungsanlagen wurden nebem dem Landsgemeindeplatz mögliche Standorte bei der Alten Kaserne und beim Bahnhof Glarus vorgesehen.

Weiteres Vorgehen

Nun soll ein Wettbewerb zur Gestaltung eines autofreien Zaunplatzes lanciert werden. Zudem sollen die beiden Projekte für Parkierungsanlagen bei der Alten Kaserne und dem Bahnhof Glarus Süd weiterverfolgt werden. Ein entsprechender Antrag mit dem damit verbundenen Kredit werde nun ausgearbeitet und den Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung im November zum Entscheid vorgelegt. (red)

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