Kanton probt den Schweinepest-Ernstfall
In einer Übung hat das Amt für Lebensmittelsicherheit einen schweizweiten Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest simuliert. Unter anderem spielte man dieses Szenario in der Bündner Herrschaft durch.
In einer Übung hat das Amt für Lebensmittelsicherheit einen schweizweiten Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest simuliert. Unter anderem spielte man dieses Szenario in der Bündner Herrschaft durch.
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist momentan weltweit eine der grössten Gefahren für Tiere. Diesen August hat die Anzahl Kontaminationsherde bei Hausschweinen in Europa ein sehr hohes Niveau erreicht, wie es in einer Medienmitteilung des Kantons Graubünden heisst. Daher sei das Risiko einer Einschleppung der ASP für die Schweiz hoch. Obwohl die Viruserkrankung für Menschen ungefährlich ist, führt sie bei infizierten Schweinen und Wildschweinen fast immer zum Tod. Deshalb ist entsprechende Wachsamkeit gefordert, wie es in der Mitteilung weiter heisst.
Kantonale Zusammenarbeit funktioniert
In einer Übung vom 2. bis 4. November wurde die Effizienz bei der Reaktion auf die Krise und die Zusammenarbeit unter den kantonalen Behörden sowie den benachbarten Veterinärämtern von St. Gallen und des Fürstentum Liechtenstein auf die Probe gestellt. Ebenfalls prüften die Verantwortlichen die organisatorischen und digitalen Kapazitäten. Die Federführung lag beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen.
Positives Fazit
Die ersten Erkenntnisse aus der Krisensimulation erlauben im Kanton Graubünden ein positives Fazit, wie es heisst:
«Hervorzuheben ist die effiziente und zielführende Zusammenarbeit zwischen den involvierten kantonalen Behörden und die Unterstützung durch die Gemeinden.»
Mögliche Massnahmen zur Krisenbewältigung wie die Beschränkung oder das Verbot der Jagd, die Beschränkung des Waldzugangs und von Forstarbeiten, die Schliessung von Wildtierpassagen und das Ernteverbot von Futtermittel zeigen laut Mitteilung, wie einschneidend die Thematik ist.
Weiterführende Informationen zur Krisenübung sind auf der Webseite des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen zu finden. (so)
Nicole Nett ist Redaktorin und Chefin vom Dienst für das Newsportal «suedostschweiz.ch». Die gelernte Kauffrau hat Multimedia Production studiert und lebt in der Bündner Herrschaft. Sie arbeitet seit 2017 für die Medienfamilie Südostschweiz. Mehr Infos
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