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Immer den Bänkli entlang 

Wer keine Lust auf volle Pisten hat, sucht im Winter nach alternativen Aktivitäten. Wir schlagen euch den Ringweg «Sontg Antoni – Faderna» vor. Ein kurzer Spazierweg mit einigen Besonderheiten.

Anna
Panier
17.02.22 - 04:30 Uhr
Aus dem Leben

Am Wochenende soll man sich ja bekanntlich erholen und seine Batterien aufladen. Das Albulatal eignet sich dafür optimal. Es bietet für Ruhe- und Erholungssuchende diverse Spazierwege. Wir nehmen euch in dieser Ausgabe des «Wuchanendlich» mit auf den Ringweg «Sontg Antoni-Faderna» in Alvaneu. 

Der gemütliche Spazierweg startet bei der Post in Alvaneu Dorf. Ganz in der Nähe sind Parkplätze zu finden. Das Dörfchen ist aber auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Der Weg führt uns von der Post vorbei an Wohnhäusern Richtung Sportplatz. Nach wenigen Minuten öffnet sich vor uns das Bergpanorama und wir erhalten einen wunderschönen Ausblick über das ganze Tal. Ein paar Schritte weiter Richtung Cumpogna entdecken wir das erste Bänkli auf unserem Weg. Wie wir später erfahren, soll es nicht nur bei diesem bleiben. 

Lohnenswerter Ausflug: Der Spazierweg liegt eingebettet in der Alvaneuer Bergkulisse.
Lohnenswerter Ausflug: Der Spazierweg liegt eingebettet in der Alvaneuer Bergkulisse.
Bild Anna Panier

Verschiedene Eindrücke 

Die Sonne steht an diesem Nachmittag hoch am Himmel und sorgt für optimale Bedingungen. Bei manchem Schritt gibt die Schneedecke unter uns nach und wir sinken bis zum Knöchel ein. Aber keine Angst, das liegt vor allem daran, dass es einen Tag bevor wir unterwegs waren, noch ein paar Zentimeter Neuschnee gab. Der Spazierweg wird im Normalfall unterhalten. So oder so lohnt sich aber gutes Schuhwerk. 

Nach etwa einer Viertelstunde teilt sich der Spazierweg vor uns. Der eine Weg führt in eine Sackgasse zu zwei Bänkli, die an diesem Tag wahrhaftig dazu einladen, sich zurückzulehnen und Vitamin D zu tanken. Auch wir geniessen dort ein paar Sonnenstrahlen und kehren dann zur Gabelung zurück, um unseren Spaziergang auf dem Ringweg fortzusetzen. In der Ferne ist bereits die Kapelle Sontg Antoni zu sehen. Gleich neben ihr verläuft der Skilift des kleinen, aber feinen Skigebiets Sontg Antoni. Beim genauen Hinhören bemerken wir jetzt auch erstmals das Kinderlachen der kleinen Skifahrerinnen und Skifahrer.

Der Weg formt sich langsam zu einer Kurve. Zu unserer Rechten ist Alvaneu Dorf zu sehen. Unser Blick bleibt bei der Pfarrkirche Mariae Geburt stehen, die sich prägnant über der Ortsmitte des Dörfchens erhebt. Wir nehmen die nächsten Meter Richtung Kapelle in Angriff und entdecken sogleich das nächste Bänkli. Dieses Mal handelt es sich aber um eine speziellere Version, eine Lesebank. An ihr ist eine hölzerne Kiste montiert, in der allerlei Bücher verstaut sind, die wohl vor allem Leseratten begeistern dürften. Uns zieht es aber weiter.

Verschnaufpause der besonderen Art: Spazierende können auf der Lesebank ausruhen und gleichzeitig Bücher der Lesebox entdecken.
Verschnaufpause der besonderen Art: Spazierende können auf der Lesebank ausruhen und gleichzeitig Bücher der Lesebox entdecken.
Bild Anna Panier 

Einmal im Kreis herum 

Nun verstehen wir auch, weshalb der Spazierweg als Ringweg bezeichnet wird. Wir befinden uns jetzt nämlich unterhalb der Kapelle. Der Weg führt jetzt einmal um das Gotteshaus herum und dann wieder zurück Richtung Dorf. Wie uns später eine Einheimische erklärt, gibt es nur in den Sommermonaten einen direkten Weg zur Kapelle auf dem Hügel. Im Winter müssen Interessierte vom Spazierweg aus durch den Schnee stapfen. Uns reicht aber der etwas entferntere Blick auf das Gebäude.

Wir gehen weiter. Die Kapelle wird immer kleiner hinter uns. Der Weg verläuft wieder in einer Kurve und wir erreichen schliesslich eine weitere Sitzbank, von wo aus das Skigebiet gut zu beobachten ist. Wir kreuzen den Skilift und laufen weiter. Direkt hinter der nächsten Kurve verbirgt sich eine weitere Sitzbank. Da für uns die vorherigen Verschnaufpausen allemal gereicht haben, lassen wir dieses Bänkli aber hinter uns. Auf dem gleichen Weg geht es für uns jetzt zurück in Richtung Dorf. Nur dieses Mal mit neu getankter Kraft und ein bisschen mehr Vitamin D.

Anna Panier arbeitet als redaktionelle Mitarbeiterin bei Online/Zeitung und Social Media. Sie absolvierte ein Praktikum in der Medienfamilie Südostschweiz und studiert aktuell Multimedia Production im Bachelor an der Fachhochschule Graubünden in Chur. Mehr Infos

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