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«Ich hatte auch schon mal einen ‹Strike›»

Für alle, die es nicht wissen: «Strike» nennt man es, wenn beim Bowling alle zehn Pins mit einer einzigen Kugel umgestossen werden. Solches ist Cyrill Ackermann auch schon gelungen, doch…

Barbara
Gassler
13.10.22 - 06:40 Uhr
Aus dem Leben
Für mobilitätsbehinderte Menschen will sich Cyrill Ackermann auf der Bowlingbahn beweisen.
Für mobilitätsbehinderte Menschen will sich Cyrill Ackermann auf der Bowlingbahn beweisen.
zVg

…«Gelegentlich gehe ich mit den Kindern zum Bowling. Damit sind meine Ambitionen in diesem Sport aber auch schon erschöpft.» Dennoch hat er sich zum Ziel gesetzt, am Samstag, 5. November, beim 20. Benefiz-Bowling für die Stiftung Mobilita möglichst viele Punkte zu holen.

Die Stiftung Mobilita entstand vor rund 20 Jahren und hat zum Ziel, Menschen mit Einschränkungen und beschränkten finanziellen Möglichkeiten die Teilhabe am sozialen Leben zu erleichtern, indem vergünstige Transportmöglichkeiten angeboten werden. Dabei handelt es sich ganz bewusst um Freizeitfahrten. Sei es zum Kaffee, ins Schwimmbad oder auch zum Coiffeur. Die Stiftung – die Geschäftsführung ist bei der Bus und Service AG, der Betreiberin von Chur und Engadin Bus angesiedelt – agiert dabei im Auftrag des Kantons. «Wir haben eine Leistungsvereinbarung mit diesem», erklärt Stiftungsratspräsident Andreas Leisinger. «Die finanizellen Mittel reichen dennoch nicht, um alle Bedürfnisse abzudecken.» Also organisiert die Stiftung ­regelmässig ein Benefiz-Bowling-Turnier, bei dem Persönlichkeiten aus allen Regionen des Kantons antreten, um möglichst viele Punkte zu erspielen. Damit sich das auch lohnt, suchen die Persönlichkeiten – in Davos eben Cyrill Ackermann – nach Sponsoren, die ihre Punkte «versilbern».

Mit Cyrill Ackermann Mobilität unterstützen

«Da ich grosse Unsicherheiten bezüglich meiner Qualitäten als Bowlingspieler habe, sind mir natürlich Pauschalspenden am liebsten», sagt dieser. Im anderen Fall verpflichten sich die Unterstützenden, pro erspielten Punkt einen zuvor festgelegten Betrag auf das Konto der Stiftung einzubezahlen. Ob das 50 Rappen, 5 Franken oder irgendetwas dazwischen sein soll, entscheiden sie selbst. «Ich bin grundsätzlich ein sozialer Mensch, der ein offenes Herz hat für jene auf der Schattenseite des Lebens. Deshalb ist es mir eine Ehre, bei dieser tollen und humorvollen Sache mitzumachen», erklärt Ackermann seine Motivation.

Tätig auch in Davos

In Davos arbeitet die Stiftung Mobilita mit dem Alterzentrum Guggerbach, dem Verein Davos Solidarisch sowie den beiden Taxiunternehmungen Gotschna und Luigi zusammen. Wer die Dienstleistung in Anspruch nehmen möchte, wendet sich mit einem Arztzeugnis an die Geschäftsstelle von Mobilita. Nach einer ­Abklärung der finanziellen Situation ­werden zweimal im Jahr die vereinbarte Anzahl Coupons ausgehändigt – ab nächstem Jahr soll das auch über eine App möglich sein – die dann unter Bezahlung eines Selbstbehalts zur Benutzung der Dienstleistung berechtigen.

Die dafür notwendigen Gelder werden unter anderen Cyrill Ackermann erspielen. Vorausgesetzt, er findet genügend Spender, die sich verpflichten, seine Bemühungen zu honorieren. Wer ihn am entscheidenden Tag persönlich anfeuern möchte, kommt am Samstag, 5. November, um 14 Uhr nach Chur ins Rock’n Bowl (City West).

Spendenzusagen können ab sofort über www.mobilita-gr.ch/bowling gemacht werden.

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