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Glarner Mini-Solaranlagen sind schon ausverkauft

Unter dem Namen «Solarstrom für alle» hat ein Verein Mini-Photovoltaikanlagen im Kanton Glarus angeboten. Nach einer Woche sind die Anlagen bereits ausverkauft. Es könnte aber mehr geben.

Südostschweiz
05.10.22 - 04:30 Uhr
Aus dem Leben
Sonneneneergie für alle: Mit den Mini-Solaranlagen können auch Mieter ihren eigenen Strom produzieren.
Sonneneneergie für alle: Mit den Mini-Solaranlagen können auch Mieter ihren eigenen Strom produzieren.
Pressebild

Vor gut einer Woche lancierte Klima Glarus zusammen mit den drei Glarner Technischen Betrieben die Aktion «Solarstrom für alle». Die ersten 100 Anlagen werden von den Betrieben mit 100 Franken gefördert. Zudem unterstützt die Firma Schätti AG Metallwarenfabrik jede Anlage mit einer kostenlosen Konsole im Wert von 50 Franken. Neu übernimmt die Glarnersach die Versicherung der Anlagen für die ersten drei Jahre.

Das Interesse am Angebot sei so hoch, dass die 100 Anlagen bereits ausverkauft sind, meldet der Verein Klima Glarus. «Die grosse Bereitschaft, Solaranlagen zu bestellen und damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und zur Versorgungssicherheit zu leisten, ist überwältigend», schreibt der Verein weiter. Die hohe Nachfrage zeige, wie gross das Potenzial für pragmatische Lösungen sei. Mit einer Mini-PV-Anlage könnten auch Mieterinnen und Mieter ihren eigenen Solarstrom produzieren.

Warteliste für mögliche Folgeaktion eröffnet

Das Projekt «Solarstrom für alle» soll die Energiewende auch weiterhin greifbar und erlebbar machen, schreiben die Verantwortlichen der Aktion. Wer bis jetzt noch keine Anlage bestellt hat und interessiert ist, könne sich auf der Warteliste mit einer Bestellung in Position bringen. Wie das Folgeangebot aussieht, hänge vom Verhandlungsergebnis mit den beteiligten Partnern ab. Mit der Auslieferung der 100 Anlagen der ersten Charge beginnt der Verein Klima Glarus ab dem 29. Oktober. (red)

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Steckersolaranlagen haben einige nicht unwesentliche Pferdefüsse, die allerdings umgehbar sind. Damit Enttäuschungen mit Blick auf den Ertrag vermieden werden, sei auf den Internetbeitrag «Die Crux mit dem Eigenstrom» in NZZ vom 14. Mai 2016 verwiesen.

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