Eine Million Franken für die Berggemeinden
Der Vorstand der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden hat im Februar 33 Projekte behandelt und Beiträge für eine Million Franken beschlossen. 7 Projekte sind in der Südostschweiz.
Der Vorstand der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden hat im Februar 33 Projekte behandelt und Beiträge für eine Million Franken beschlossen. 7 Projekte sind in der Südostschweiz.
Zahlreiche Berggemeinden stehen vor grossen Herausforderungen. Sieben Gemeinden aus der Südostschweiz sind Teil davon. Dazu gehören Calanca, Grüsch, Pfäfers, Vilters-Wangs, Samedan, Surses und Glarus Süd. Die Schweizer Patenschaft für Berggemeinden schreibt am Freitag in einer Mitteilung, dass alpines Gelände Schutzmassnahmen gegen Steinschlag, Überschwemmungen, Lawinen- und Naturgefahren verlangt. So sollten alte Wasserleitungen und Reservoire repariert, Zugangs- und Waldstrassen ausgebaut sowie Schulhäuser und Altersheime saniert werden – dies anhand von 33 Projekten in der ganzen Schweiz, budgetiert mit einer Million Franken. «Finanzschwache Berggemeinden stossen dabei an ihre finanziellen Grenzen», so die Patenschaft. So leisten Bund und Kantone bereits grosse Beiträge an die Vorhaben, aber für die Restkostenfinanzierung müssen die Gemeinden und Genossenschaften selber aufkommen. In Fanas, welches zur Gemeinde Grüsch gehört, wird beispielsweise das Güterstrassennetz erneuert. In Schwanden (Glarus Süd) wird die Wagenrunse saniert. Und in Samedan geht es um die Sanierung des Lehrlingshauses Engiadina.
«Finanzschwache Berggemeinden stossen an ihre finanziellen Grenzen.»
Seit 1940 im Einsatz
Die Schweizer Patenschaft für Berggemeinden gibt es seit 1940. Sie ist auf Gönnerinnen und Gönner angewiesen. Das sind Privatpersonen, Stiftungen, Unternehmen, Gemeinden, Kantone und andere öffentlich-rechtliche Körperschaften. Sie alle helfen bei der Finanzierung von den oben erwähnten Projekten. So konnte allein im Jahr 2021 ein Betrag von 19,5 Millionen Franken an Unterstützungsleistungen ausgerichtet werden. 1,25 Millionen Franken davon konnten die Patengemeinden ins Berggebiet vermitteln. Dabei gelte es zu beachten, dass die geförderten Projekte jeweils ein Mehrfaches an Investitionen auslösen, die zu einem beträchtlichen Teil dem lokalen Gewerbe zugutekommen und somit zu einer Wertschöpfung im Berggebiet führen. (nen)
Eine Auflistung zu den aktuellsten Projekten der Berggemeinden rund um Graubünden und Glarus ist hier zu finden.
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