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Die Nachwuchsfotografin

«Glarner Nachrichten»-Fotograf Sasi Subramaniam ist am Zukunftstag von der elfjährigen Elina aus Ennenda begleitet worden.

Sasi
Subramaniam
14.11.21 - 04:30 Uhr
Aus dem Leben

Ich wollte schon immer eine «Begegnung» mit einem Kind machen, weil ich sonst eher Begegnungen mit älteren Altersgruppen mache. Am nationalen Zukunftstag hatte ich diese Gelegenheit. Das Besondere ist, dass nicht ich meine kleine Protagonistin gesucht habe, sondern sie auf mich zugekommen ist.

Vor ungefähr einem Monat hat mich die elfjährige Elina aus Ennenda angerufen und gefragt, ob sie mich am nationalen Zukunftstag begleiten dürfe. Obwohl ich am Donnerstag­vormittag eigentlich frei hatte, plante ich den ganzen Tag für Elina ein. Unser erster Termin war mit Fotograf Jarryd Lowder, der das Buch «Stereographic Switzerland» verfasst hat. Wir beide hatten dadurch die Gelegenheit, originale stereografische Bilder anzuschauen, die vor 150 Jahren gemacht wurden.

Unser nächstes Ziel war die Redaktion. Während der Fahrt fragte ich Elina, warum sie mich begleiten wollte. Sie antwortete: «Ich würde gerne Fotografin werden, weil ich nicht nur draussen, sondern auch drinnen arbeiten kann. Die Tierfotografie interessiert mich besonders.»

In der Redaktion erklärte Dienstchef Ueli Weber, welche der gelieferten Bilder des Fotografen ein Redaktor für den jeweiligen Artikel auswählt.

Zum Schluss stellte mir Elina noch einige Fragen:

Elina: Braucht ein Fotograf eine Ausbildung?

Sasi: Nein, nicht zwingend. Aber man lernt in einer Ausbildung viel.

Elina: Was ist die beste Schule für die Fotografie?

Sasi: Die Werke von Meisterfoto­grafen anschauen und immer fotografieren.

Elina: Welche Motive fotografierst du am liebsten?

Sasi: Die Menschen unterschiedlicher Kulturen.

Sasi Subramaniam ist Fotograf bei den «Glarner Nach­richten». In seiner Foto­kolumne erzählt er von seinen Begegnungen, die er in Bildern festhält.

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