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Das E-Bike winterfest machen

Das E-Bike winterfest machen

Wer auch zur kalten Jahreszeit mit dem E-Bike unterwegs ist, muss sich wappnen: Um sicher unterwegs zu sein und sich teure Reparaturkosten zu sparen, gilt es einiges zu beachten.

Südostschweiz
15.11.21 - 04:30 Uhr
Aus dem Leben
Oft gehört beim Unterhalt eines E-Bikes ein Termin in einer Velowerkstatt wie hier im «m-way» in Chur dazu.
Pressebild / «suedostschweiz.ch»

E-Bikes sind teuer, deshalb lohnt sich der richtige Unterhalt umso mehr. Gerade im Herbst und im Winter brauchen die elektrischen Drahtesel besonders viel Pflege. Vor allem Bremsen, Kette, Speichen, Felgen und Akku sind hohen Belastungen ausgesetzt. Wir haben die Tipps der E-Bike-Spezialisten von «m-way» in Chur für euch zusammengefasst:

1. Winterpneus (von O bis O)

Auch für E-Bikes gibt es Winterpneus. Obligatorisch sind sie zwar nicht, aber sie bieten einen besseren Grip und ein besseres Bremsverhalten als Pneus, die nicht an die Aussentemperatur und Strassenverhältnisse angepasst sind. Die Profis empfehlen Winterpneus, wie bei den Autos, von Oktober bis Ostern.

2. Sauberkeit ist die halbe Miete

Das Streusalz am Boden ist für das Bike, die Reifen und die Kette ein Problem. Deshalb ist es im Winter ideal, das E-Bike nach jeder Fahrt kurz zu reinigen. Für die Kette gilt besonders: Gröberer Schmutz muss möglichst schnell weg, damit er keinen Schaden anrichtet. Um Fett und schwarze Schmiere zu entfernen, lässt sich die Kette mit speziellem Kettenreiniger behandeln. Anschliessend soll die Kette wieder geölt werden. Aber Achtung: nicht zu viel Öl verwenden, sonst bleibt der Schmutz leichter kleben.

3. Richtige Lagerung

Wenn möglich solltet ihr euer E-Bike im Winter nicht draussen stehen lassen. Wird es für längere Zeit nicht genutzt, wäre ein beheizter Abstellraum ideal. Die nasse Kette sollte man abtrocknen, wenn das E-Bike an einem kalten Ort steht.

Auch der Akku ist kälteempfindlich. Er sollte im Idealfall bei 14 bis 20 Grad gelagert werden. Akkus, die mehrere Monate nicht gebraucht werden, entladen sich.

4. Nötige Reparaturen machen (lassen)

Hier gilt: Möglichst schnell reagieren, wenn eine Komponente des E-Bikes nicht mehr richtig funktioniert. Ein gutes Beispiel dafür ist die Kette. Sind die Zähne der Kette abgenutzt, muss sie unbedingt ersetzt werden. Sonst gibt es Folgeschäden an den Kränzen und Kettenblättern. Deren Ersatz ist dann um einiges teurer.

Auch die Bremsen gehören in diese Kategorie: Einfach von hinten mit einer Taschenlampe anleuchten, um zu sehen, ob die Bremsbeläge abgefahren sind oder nicht. Auch asymmetrisch abgefahrene Beläge müssen ersetzt werden.

Vor Beginn und während der Hochsaison sind die Velowerkstätten oft wochenlang ausgebucht. Deshalb ist es besser, wenn ihr euer Bike zwischen November und Januar in den Service bringt oder euch jetzt schon einen Termin für den Frühling bucht.

5. Kurzer Pre-Abfahrtscheck

Habt ihr das E-Bike schon länger nicht mehr gebraucht, gehört der obenerwähnte kurze Check der Bremsen auch zu den nötigen Vorbereitungen, bevor ihr euch in den Sattel schwingt. Ebenfalls ist es nicht schlecht, die Speichen zu überprüfen. Hat sich eine gelockert oder ist gar gebrochen, ist eine «Acht» im Rad nicht mehr weit entfernt.

Der nächste Schritt ist das richtige Pumpen der Räder. Die Profis empfehlen dafür eine Manometer-Pumpe, die den Druck im Reifen anzeigt. Ideal für City-Bikes mit schmalen Reifen sind 3–5 Bar, für Mountainbikes je nach Einsatzgebiet zwischen 1,8 und 3 Bar. Wie viel Druck nötig oder maximal möglich ist, steht jeweils am Pneu selbst. (so)

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