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5 Tipps für die gewonnenen 60 Minuten

Von Samstag auf Sonntag werden die Uhren um eine Stunde auf Winterzeit zurückgestellt. Wir haben für euch 5 Tipps, wie ihr die gewonnene Zeit sinnvoll nutzen könnt.

30.10.21 - 12:00 Uhr
Aus dem Leben

Der letzte Sonntag im Oktober steht seit jeher im Zeichen der Zeitumstellung. Will heissen, dass alle Uhren im mitteleuropäischen Raum in der Nacht auf den besagten Sonntag um eine Stunde zurückgestellt werden.

Für alle, die - wie auch der Autor dieses Artikels - jedes Jahr aufs Neue unsicher sind, ob die Uhr jetzt jeweils eine Stunde vor oder zurückgestellt werden muss, haben wir die (fast) perfekte Lösung gefunden. Bedienen wir uns des Bündnerdeutschen und merken uns den folgenden Satz:

«Bir WINTERzit stellsch Dini Uhr a Schtund HINTERi!»

So, damit wäre das erste Problem bezüglich Zeitumstellung aus dem Weg geschafft. Bleiben noch zwei weitere Faktoren, denen wir in diesem Artikel Rechnung tragen möchten. Einerseits wären da die körperlichen Auswirkungen, die die Zeitumstellung mit sich bringt.

Unser Körper braucht Zeit 

Ja, es ist erwiesen, dass eine Umstellung auf die Winterzeit nicht spurlos an uns vorbeigeht. Der Mensch produziert das Hormon Melatonin. Dieses ist unter anderem dafür zuständig, unseren Tag-Nacht-Rhythmus zu steuern.

Da Hormone keine Uhren tragen (zumindest nicht, dass wir wüssten), dauert es seine Zeit, bis das Melatonin in unserem Körper seinen Job auch zeitversetzt macht. Für uns heisst das aber maximal ein bis zwei Tage durchhalten, dann ist auch unser Körper wieder pünktlich unterwegs. Und wer sich mehrmals im Jahr Ferien in fernen Destinationen erlaubt, sollte auch kein Problem mit einer Zeitumstellung von einer schlappen Stunde haben, oder? Eben!

Und sowieso: Die Zeitumstellung auf Winterzeit bringt uns morgens eine Stunde mehr Schlaf – im Gegensatz zur Umstellung auf die Sommerzeit.

60 Minuten, die uns ein halbes Jahr lang gefehlt haben

Ganz allgemein sollte man einer Zeitumstellung auf Winterzeit eigentlich mit Vorfreude entgegenfiebern. Denn immerhin werden uns mindestens am letzten Oktoberwochenende jeden Jahres ganze 60 Minuten - das sind 3600 Sekunden - geschenkt. Klar könnte man sich, wie oben erwähnt, beispielsweise eine Stunde länger im Bett wälzen. Dies bietet sich ehrlich gesagt, aber lediglich bei Singles oder frisch verliebten Paaren an. Eltern von kleinen Kindern zum Beispiel werden - aus Gründen - kaum Gebrauch von diesem Tipp machen können.

Doch wir haben fünf Ideen für euch, wie ihr die 60 Extra-Minuten sinnvoll nutzen könnt.

1. Frühstück für eure Lieblingsperson

Der Weg zum nächsten Beck dürfte euch nicht mehr als 10 Minuten kosten. Also aufstehen, kurz in den Kuscheltrainer schlüpfen, ab zum Beck und Gipfali, Brötli und eine Flasche Orangensaft kaufen. Nach geschätzt 25 Minuten könntet ihr also wieder mitsamt der lecker duftenden Backwaren in eurer Küche stehen. Rasch ein paar Eier aus dem Kühlschrank geholt und ein, zwei schöne Spiegeleier braten, etwas Aufschnitt und Käse aus dem Kühlschrank holen und schön auf einem Teller drapieren.

Den Kaffee aufsetzen - am besten in einer Moka, damit eurer Lieblingsperson der Kaffeeduft langsam in die Nase steigt. Den Tisch schön dekorieren und noch rasch eine schöne, ruhige Playlist laufen lassen. Jetzt bleiben noch 5 Minuten für das obligate Frühstückstisch-Foto für Euer Social-Media-Profil und schon habt ihr euch, eurer Lieblingsperson sowie euren Followern eine Freude bereitet. In wundervollen 60 Minuten.

 2. Workout - jetzt aber wirklich!

Die Chancen stehen gut, dass einige Leserinnen und Leser sich an Silvester den guten Vorsatz gefasst haben, endlich wieder etwas für die eigene Fitness zu tun. Und die Chancen stehen sogar sehr gut, dass aus diesem Vorsatz wieder mal nichts wurde. Keine Sorge, wir zeigen hier nicht mit dem Finger auf jemanden - immerhin müsste der Autor dieses Artikels gleich als Erstes sich selbst tadeln. Vielmehr möchten wir euch hiermit motivieren, die gewonnene Stunde in euer (erstes) Work-out zu investieren. «Ich hatte leider noch einen längeren Sitzungstermin», «Ich war eh schon viel zu spät dran und hab dann auf dem Weg ins Gym noch meine Tante getroffen», «Ich habe so einen vollen Kalender» … alle diese Ausreden sind am Tag der Zeitumstellung ungültig. Denn hier ist sie, die lang ersehnte Extra-Stunde im Leben der ewig Gestressten.

Also los, ab in die Trainingsklamotten (ja, es darf auch die alte Radlerhose und ein ausrangiertes Ramones-Shirt sein) und den Laptop auf dem Wohnzimmertisch platzieren. Dann sofort YouTube aufrufen und im Suchfenster «30 Minuten Work-out für Anfänger» eingeben. Und ja, ihr werdet ob der Vielzahl der angebotenen Videos überwältigt sein. Aber bevor das zur nächsten Ausrede wird: Wählt das dritte Video aus der Liste. Nicht fragen, machen! Und schon kanns losgehen. Nach dem Work-out gehts ab unter die Dusche und danach kann der Tag wie gewohnt starten - ausser, dass ihr euren Vorsatz endlich in die Tat umgesetzt habt. Gratulation, wir sind stolz auf euch!

 

3. Fotos auf dem Computer ordnen

Früher haben wir alle unsere Fotos noch mit Kameras geknipst und danach die Filmrollen zum Entwickeln in den Laden gebracht. Smartphones sei Dank bleibt uns dieser Weg und vor allem die Wartezeit auf meist etwas verwackelte und unscharfe Bilder mittlerweile erspart. Die Kehrseite der Medaille bilden jedoch Abertausende von Fotos, die ungeordnet auf unseren Smartphones und Computern liegen bleiben. Wie schön wäre es doch, wenn man wie früher im Fotoalbum blättern könnte, um die Sommerferien im Tessin, Madrid oder auf den Malediven nochmals Revue passieren zu lassen …

Höchste Zeit also, alle Bilder vom Handy wieder mal auf den Computer zu laden und dort feinsäuberlich in Ordnern - am besten natürlich datiert und verortet - abzulegen. Ob der eine oder andere Ordner dann mittels Online-Anbieter auch gleich noch in ein physisches Album verwandelt wird, sei euch überlassen. Aber in 60 Minuten solltet ihr einem übersichtlichen Katalogsystem für Eure Bilder bereits einen grossen Schritt näher gekommen sein. Und so macht es auch gleich doppelt Spass, wieder in schönen Erinnerungen zu schwelgen.

 

4. Backe, backe Kuchen

Na, steht diesen Sonntag noch ein Besuch bei Freunden oder der Familie an? Dann haben wir das perfekte Mitbringsel für euch. Und das Beste daran: Ihr könnt es in 60 Minuten zaubern. Hier kommt das Rezept für einen leckeren Schokoladenkuchen zum Mitnehmen.

Für 6 Personen braucht ihr:

  • 200g dunkle Schokolade, grob gehackt
  • 200g Butter, in Stücken
  • 200g Zucker
  • 4 Eier
  • 1 EL Mehl

Und so wird es gemacht:

  • Schokolade und Butter in eine Schüssel geben und über einem Wasserbad schmelzen (nicht im Wasser!).
  • Zucker darunter rühren
  • Ein Ei nach dem anderen mit einem Schwingbesen darunter rühren.
  • Mehl beigeben und kurz weiterrühren
  • Den Teig bis zur Hälfte in 6 Gläser (kennt ihr die tollen kleinen Weck-Gläser? Die passen perfekt!) füllen und die Gläser auf ein Backblech stellen.
  • Das Backblech mit den Gläsern in die untere Hälfte des vorgeheizten Ofens (180 Grad) schieben und 35 Minuten backen.
  • Blech aus dem Ofen nehmen und die Gläser sofort mit heiss abgespülten Gummidichtungen und Deckeln schliessen. Falls der Teig über den Rand geht, einfach mit dem Deckel runterdrücken. Bitte macht das mit einem Tuch oder Topflappen, denn verbrannte Finger heilen NICHT in 60 Minuten … Gläser auskühlen lassen.

Fertig! Vorbereitung und Backen dauern laut Kochbuch (danke Betty Bossi) 55 Minuten. Bleiben euch also noch satte 5 Minuten, um Euer Werk zu bestaunen.

 

5. Einen Brief schreiben. Mit dem Stift!

Last but not least könnt ihr am frühen Sonntagmorgen endlich mal unter Beweis stellen, welch poetisches Herz in euch pocht. Nehmt Stift und Papier und schreibt jemandem, der euch am Herzen liegt, wieder mal einen Brief. Von Hand. In unserer von Technologie getriebenen Welt ist eine der höchsten Formen von Wertschätzung die Zeit, die man sich für jemanden nimmt. Nutzt man diese Zeit nun auch noch, um seine Gedanken in schöne, ehrlich gemeinte Worte zu fassen, ist dies durch nichts zu überbieten. Es könnte sein, dass euer Handgelenk etwas verkrampft, da wir alle wirklich nicht mehr gewohnt sind, über längere Strecken von Hand zu schreiben. Aber das Gefühl, dass die Adressatin oder der Adressat eurer Zeilen beim Erhalt des Briefs haben wird, ist es Wert - versprochen!

So, mit diesen Tipps wünschen wir euch allen einen guten Rutsch in die Winterzeit und hoffen, ihr nutzt die 60 Minuten weise. Und übrigens, falls euch bei aller Aktivität noch die eine oder andere Minute übrig bleibt, könnt ihr die 30 Sekunden davon dafür einsetzen, euch für unsere Newsletter «zMorga» und «wuchanendlich» zu registrieren. Ist absolut kostenlos und eine unglaublich gute Sache!

Habt ihr weitere Ideen, wie man die gewonnene Stunde nutzen kann? Dann sagt es uns in den Kommentaren unter unserem Facebook Post:

⏰ Von Samstag auf Sonntag gewinnst du dank der Zeitumstellung mehr Lebenszeit! Was wirst du mit der gewonnen Stunde anfangen? Schreib es uns in die Kommentare ✍️❣️👇

Posted by Südostschweiz on Friday, October 29, 2021
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