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«Das Informationsbedürfnis ist nach wie vor hoch»

«Das Informationsbedürfnis ist nach wie vor hoch»

Gestern Freitag hat das Gesundheitsamt an der Bahnhofstrasse in Chur spontane Impfungen angeboten. Gesundheitsminister Peter Peyer ist zufrieden und etwas erstaunt.

Südostschweiz
vor 2 Monaten in
Aus dem Leben
Spontaner Piks: Am Freitag konnte sich die Bevölkerung an der Churer Bahnhofstrasse unangemeldet impfen lassen.
OLIVIA AEBLI-ITEM

Nachdem vergangene Woche in den Testzentren in Chur und in Davos Walk-In-Impfungen erfolgreich angeboten wurden, startete der Kanton gestern Freitag einen Probelauf mit einer mobilen Impfstation an der Churer Bahnhofstrasse. Zwischen 16 bis 20 Uhr konnte man sich spontan impfen lassen.

Grosser Erfolg

Der zuständige Regierungsrat Peter Peyer zeigt sich gegenüber Radio Südostschweiz zufrieden mit der Durchführung der Walk-In-Impfungen am Freitag: «187 Personen nutzten die Gelegenheit, sich spontan impfen zu lassen. Das verbuchen wir als grossen Erfolg.» Es sei eine bunt gemischte Gruppe von Impfwilligen gewesen, sowohl jüngere wie auch ältere Personen hätten sich in die Warteschlange gestellt. 

Neben der Möglichkeit, sich impfen zu lassen, konnte man sich zur Impfung auch beraten lassen. Auch dieses Angebot sei rege genutzt worden, so Peyer. «44 Personen liessen sich beraten, 37 von ihnen liessen sich letztlich auch impfen.» Diesen relativ hohen Anteil an Beratungen bezeichnet Peyer als «auffällig». Scheinbar sei das Bedürfnis nach Informationen zur Impfung noch immer gross.

Zufrieden mit der Logistik

Auch die Logistik des neuen Impfangebots funktionierte gemäss Peyer reibungslos. Die Pikett-Gruppe, die bei einer noch grösseren Nachfrage eingesetzt worden wäre, musste nicht einrücken.

Nun prüft das Gesundheitsamt, wie und wo solche Walk-In-Impfungen in den kommenden Wochen auch an anderen Orten im Kanton angeboten werden könnten. «Wir klären auch ab, wie das Ganze mit einer mobilen Equipe funktionieren könnte, die sich in den Dörfern zum Beispiel auf den Dorfplätzen aufstellen könnte.»

Von Anreiz-Politik weggekommen

Bratwürste in Deutschland, Achterbahnfahrten in Frankreich, Verlosungen von ganzen Kühe in China: Die Anreize für Impfungen fallen in den verschiedenen Ländern unterschiedlich aus. «Wir haben über mögliche Anreize diskutiert, sind aber von diesem System weggekommen», sagt Peyer dazu. Stattdessen setzen er und seine Teams auf Überzeugungsarbeit. «Die Menschen sollen davon überzeugt sein, dass eine Impfung sinnvoll  ist für sie. Indem sie sich und andere nicht mit Covid-19 anstecken, werden sie ja belohnt.»

Heute Samstag zwischen 9 und 11 Uhr konnte sich die Bevölkerung auch im Spital Thusis unangemeldet impfen lassen.  Bei den Walk-In-Angeboten vergangene Woche erschienen in Chur 430 und in Davos 70 Personen zu Spontanimpufngen. (sz)

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Es wäre wirklich toll, wenn diese Praxis ihren Durchbruch finden würde (auch ohne Nastuch fürs Bethli, ohne Kindertrompetli...) Wir tun es ja schliesslich für uns, für unser (hoffentlich bald besseres & freieres) Zusammenleben Und um einen weiteren Lockdown (für mich übrigens ordentlich traumatisch) durchmachen zu müssen. Drum: Auf, liebe MitbürgerInnen, tut was für die ganze Gesellschaft!

Wenn sie sich selbst oder andere nicht mit Covid-19 anstecken, werden sie dafür belohnt. ". Das ist völliger Unsinn. Er ist entweder völlig ahnungslos oder lügt unverhohlen. Der Impfstoff hält Menschen nicht davon ab, sich zu infizieren oder andere anzustecken. Er reduziert lediglich die Symptome, wenn man infiziert ist. Dies wurde von Pfizer und Moderna eindeutig festgestellt. Als Steuerzahler und Bürger von Chur fordere ich seinen sofortigen Rücktritt, weil er schwerwiegende und schädliche Desinformationen verbreitet hat

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