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Nicht alltäglicher Alltag der Feuerwehr Davos

Nicht alltäglicher Alltag der Feuerwehr Davos

Nachdem schon der Februar 2021 die Davoser Feuerwehrleute mehrheitlich in Ruhe liess, 
blieb die Feuerwehr auch im März zunächst von grösseren Einsätzen verschont. Bis am 8. März.

Davoser
Zeitung
vor 6 Monaten in
Aus dem Leben
Die Ölspur begann bei der Einfahrt Kurgartenstrasse.
zVg

Im Treppenhaus eines Einkaufszentrums hatte über die Mittagspause ein Rauchmelder Alarm ausgelöst. Vor Ort wurde dann aber kein Brand festgestellt, sondern lediglich ein penetranter Geruch von Tabakrauch. Die Vermutung liegt nahe, dass Jugendliche das Treppenhaus für ein heimliches Rauchtreffen nutzten. Verifizieren liess sich dies allerdings nicht, weil sich die betreffenden bei der Ankunft der Feuerwehr bereits aus dem Staub gemacht hatten. Nach kurzem Einsatz konnten die Feuerwehrleute darum wieder nach Hause entlassen werden – noch bevor das Mittagessen völlig kalt war.

Ölspur vom Platz ins Dorf

Am Wochenende vom 20./21. März ging es dann aber Schlag auf Schlag. Zuerst sorgte am späteren Samstagabend die Auslösung eines Rauchmelders in einem Hotel für Aufregung. Ein Grund für den Alarm im leeren Haus liess sich nicht feststellen.

Am Sonntagmorgen holte dann die nächste Alarmierung die Davoser Feuerwehrleute noch vor 7 Uhr aus dem Bett. Auf der Talstrasse hatte ein Auto eine beträchtliche Menge Öl verloren. Die entstandene Ölspur führte von der Kurgartenstrasse bis zur Dischmakreuzung, wo die Ölvorräte des verursachenden Fahrzeuges wohl zur Neige gingen – jedenfalls verlor sich die Ölspur dort. Die Feuerwehr rückte der Flüssigkeit mit Bindemittel zu Leibe, und eine aufgebotene Wischmaschine beseitigte letzte Spuren. Ein Abfliessen des Öls durch die Strassenentwässerung in öffentliche Gewässer konnte so verhindert werden. Der anschliessende wohlverdiente Rückzug auf das Sofa in der warmen Stube war für die Davoser Feuerwehrleute allerdings nicht von Dauer, denn am frühen Nachmittag hiess es abermals ausrücken – zum dritten Mal innerhalb von 24 Stunden. Wie schon am Vorabend war es ein Rauchmelder, der die Ruhe störte, dieses Mal in einem Hotel in Davos Dorf. Ein Toaster verrichtete seine Arbeit dort derart gründlich, dass etwas Rauch entstand, der die Brandmeldeanlage auslöste. Dank der harmlosen Ursache konnten die ausgerückten Helfer rasch kehrt machen und in den freien Sonntagnachmittag entlassen werden, dieses Mal wirklich.

«Lustprinzip» gilt nicht 
für Feuerwehrleute

Davon, dass sich Alarme nicht an die Bürozeiten halten, können Feuerwehrleute überall auf der Welt ein Lied singen. Egal ob im Tiefschlaf, beim Essen oder in der wohlig warmen Badewanne – wenn alarmiert wird, müssen die Feuerwehrleute alles stehen- und liegenlassen. Angenehm oder sogar willkommen ist das durchaus nicht immer. Doch das Engagement bei der Feuerwehr bringt diese Unannehmlichkeit einfach mit sich, auch wenn sich nicht alle Mitmenschen dessen bewusst sind. Regelmässig ernten Feuerwehrleute darum ungläubige Blicke, wenn sie eine Alarmmeldung erhalten. Oft hören sie die Frage: «Musst du jetzt wirklich gehen?» Ja, sie müssen, denn sie werden gebraucht. Natürlich ist die Einsatzbereitschaft trotzdem gewährleistet, auch wenn einmal jemand krank oder ortsabwesend ist. Doch Feuerwehr nur dann, wenn man grad Lust und Zeit hat, geht nicht. Und für die meisten Feuerwehrleute ist es ohnehin Ehrensache, immer zur Stelle zu sein, wenn sie gerufen werden.

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