Beste Maturaarbeiten prämiert
Die Kantonsschule Glarus hat dieses Jahr für sieben Maturaarbeiten die Note sechs vergeben.
Die Kantonsschule Glarus hat dieses Jahr für sieben Maturaarbeiten die Note sechs vergeben.
Ab dem Frühjahr 2020, als an der Kantonsschule in Glarus Fernunterricht angesagt war, forschten die Lernenden der Abschlussklassen an ihren Maturaarbeiten. 60 Maturandinnen und Maturanden untersuchten ein selbst gewähltes Thema und gingen einer eigenen Fragestellung nach. Auch vom diesjährigen Matura-Jahrgang wurde eine breite Themenpalette angegangen: Von der «Analyse der Sozialstruktur einer Pferdeherde» über die Untersuchung des «Erlebens einer Scheidung aus der Sicht der Kinder» bis hin zur «Erstellung einer Glarner Zeitkapsel» fanden sich verschiedenste Richtungen und Interessen, welche die Vielfalt und Eigenständigkeit der Lernenden der Kantonsschule widerspiegeln.
Ehrung im kleinen Rahmen
«Corona nahm auch Einfluss auf die Maturaarbeiten», schreibt die Schulleitung in ihrer aktuellen Medienmitteilung. So sei die Betreuung lange nur virtuell möglich und die Selbstständigkeit der Lernenden dadurch noch stärker gefragt gewesen. Schliesslich hätten im Januar auch die abschliessenden Präsentationen nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt werden können. «Aber auch in diesem Jahr sind die Resultate beeindruckend und zeugen von viel Fleiss, Anstrengung und vertiefter Auseinandersetzung», lobt die Schulleitung. Sie prämiert dieses Jahr sieben herausragende Arbeiten, die alle die Gesamtnote sechs erhielten. Normalerweise mache sie dies im Rahmen des öffentlichen Besuchstages. Doch auch dieser musste wegen der Pandemie in den Juni verschoben werden. Die Prämierten sollten aber nicht so lange auf ihre Auszeichnungen warten müssen. Im kleinen Rahmen, unter Applaus ihrer Klassenkolleginnen und -kollegen haben sieben Maturanden und Maturandinnen aus der Hand von Rektor Peter Aebli ihre Auszeichnung erhalten, wie die Schule mitteilt.
Flurina Campell untersucht in «Im Auftrag des Königs auf 2000 Meter über Meer» die Rolle des sogenannten Bergrichters in der Mitte des 16. Jahrhunderts im Unterengadin. Jan Niggli analysiert mit «Figuren im Wandel» den Roman «Homo Faber» von Max Frisch und schrieb aufgrund seiner Analyse eine eigene Erzählung. Nicole Müller wiederum setzt sich mit der «Rolle der jurassischen Patois» auseinander, den französischen Dialekten im Schweizer Jura.
Mit der englischsprachigen Arbeit «Authentication with Open ID Connect» entwickelt Tomas Valkering den digitalen Stundenplan der Kanti weiter, und Maximilian Ester stellt in «Faszination Indigo – Synthese und Isolierung des Farbstoffs» selber Indigo her. Jasmin Landolt fotografiert ihrerseits in «Lucky Imaging» ferne Galaxien mit der Sternwarte der Kantonsschule. Schliesslich kommt Julia Niederberger in «Cézannes Malerei der Montagne Saint-Victoire» dem Werk des berühmten französischen Malers näher. (eing/ckm)
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