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Strahlend schön, aber eiskalt

Strahlend schön, aber eiskalt

In Graubünden und Glarus sind die Temperaturen in den letzten Tagen gesunken. Was erwartet die beiden Kantone wettertechnisch am Wochenende?

Anna
Panier
vor 2 Monaten in
Aus dem Leben
Graubünden und Glarus befindet sich zurzeit in einer Kältewelle.
LESERBILD ARNO MAINETTI

Nachdem in den vergangenen Wochen aufgrund der milden Temperaturen Frühlingsgefühle aufkamen, herrscht nun wieder eisige Kälte. So sind die Temperaturen in der Nacht auf Freitag auf zweistellige Minusbereiche gefallen. In den typischen Kältelöchern – zum Beispiel im Oberengadin – waren es sogar weniger als minus 20 Grad, wie Meteo News auf Twitter am Freitagmorgen mitteilte.

Müssen wir uns jetzt also in Graubünden und Glarus auf eine «Eiszeit» vorbereiten oder können wir das Wochenende bei Sonnenschein geniessen? Klaus Marquardt, Meteorologe bei Meteo News Schweiz, erklärt: «Momentan befinden wir uns noch mitten in einer kleinen Kältewelle, welche mehr oder weniger auch noch bis Montag andauert.» Am Samstag kühle sich die Luft noch mehr ab als am Freitag und sorge für tiefe Temperaturen. Zudem blase ein mässiger Nordostwind, welcher das Kältegefühl durch den sogenannten Windchill-Effekt verstärke.

«Grundsätzlich ist es in Graubünden und Glarus aber sonnig, sogar strahlend schön. Aber es ist halt kalt.» In Chur und Glarus wird am ersten Wochenendtag mit bis zu minus 9 Grad gerechnet, in St. Moritz mit bis zu minus 16 Grad und in Braunwald mit bis zu minus 12 Grad, dies geht aus dem Wetterbericht von Meteo News hervor.

In der Nacht auf Sonntag werden die Temperaturen noch weiter sinken, sodass es die kälteste Nacht in dieser Kältewelle werden könnte, wie Marquardt sagt. «Im Oberengadin kann es dann in der Nacht schon unter minus 25 Grad werden.» Was das Thermometer tatsächlich anzeigen werde, könne man noch nicht mit Sicherheit voraussagen, aber es werde auf alle Fälle kalt.

Auf die Piste besser am Sonntag

Die Kälte bleibt dann auch am Sonntag bestehen. Der Frost nehme aber in den Höhen leicht ab, was besonders die Outdoorsportler freuen dürfte. «Zum Skifahren sind die Temperaturen dann wieder angenehmer», sagt Marquardt. Der Meteorologe rät Wintersportlern, sich unbedingt richtig anzuziehen. Vor allem Kleidung, die Wind abweise, sei an diesem Wochenende empfehlenswert. «Aber Achtung: Zu viele Schichten Kleidung sind zu warm, denn die Sonne bekommt jetzt wieder Kraft.»

Ausserdem empfiehlt Marquardt, die Gesichter von Kindern mit einer fetthaltigen Creme einzucremen, da deren Haut noch empfindlicher ist. «Im Moment kann man sich in den Skihütten nicht aufwärmen, also sollte man genug früh schauen, ob man beispielsweise eine Mittagspause im Auto macht», ergänzt Marquardt. Für Autofahrer stellt die Kälte übrigens nicht wirklich eine Gefahr dar. Die Strassen seien momentan nämlich trocken und Glätte könne dann nicht entstehen. «Ein Problem für Autofahrer besteht eher, wenn die Batterie wegen der Kälte zu schwach ist und das Auto nicht mehr startet.»

Am Wochenende bleibt es in Graubünden sonnig. Für Wintersportfans sind das gute Verhältnisse.
LESERBILD JÜRG BARANDUN

Der Februar verläuft normal

Dass im Februar solche Temperaturen herrschen, ist nichts Aussergewöhnliches. Laut Marquardt kommt das immer mal wieder vor, wenn sich ein Hoch nördlich der Schweiz befindet und gleichzeitig Nordostwind von Russland vorhanden ist. «Es ist nicht speziell und auch nicht rekordverdächtig kalt.» Jetzt herrschten einfach mal vier Tage nacheinander tiefere Temperaturen.

Wer aber doch wärmere Tage bevorzugt, kann sich auf die kommende Woche freuen. «Eine Warmfront nähert sich und die Temperaturen steigen.» In der Nacht von Montag auf Dienstag bewegt sich diese Warmfront über Graubünden und Glarus. «Dann wird es vielleicht auch ein wenig schneien. Aber dadurch, dass es auch in den Höhen milder wird, gibt es am Dienstag dann eher Regen», sagt Marquardt und fügt an: «Ab der zweiten Wochenhälfte sind wir eher auf der trocknen Seite. Die Temperaturen sind am Tag positiv und es wird nicht mehr so kalt sein wie aktuell.»

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