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Zwei mobile Impfequipen sind in Graubünden unterwegs

Zwei mobile Impfequipen sind in Graubünden unterwegs

Am Montag sind in Graubünden die ersten Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Als erstes werden die Bewohner der Bündner Alters- und Pflegeheime geimpft. Impfungen für weitere Bevölkerungsgruppen werden voraussichtlich ab der zweiten Januarhälfte möglich sein.

Südostschweiz
vor 3 Wochen in
Aus dem Leben
Am Montag wurden die ersten Alters- und Pflegeheimbewohner geimpft.
DEPARTEMENT FÜR JUSTIZ, SICHERHEIT UND GESUNDHEIT

Im Kanton Graubünden steht zurzeit Corona-Impfstoff für 1300 Personen bereit. Die ersten Impfdosen trafen kurz vor Montagmittag in Chur ein und wurden von einer Impfequipe entgegengenommen, wie das Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit des Kantons mitteilt. Insgesamt wurden an diesem Nachmittag 25 Bewohnerinnen und Bewohner eines Churer Alters- und Pflegeheims sowie fünf Gesundheitsfachpersonen geimpft. «Damit ist der Impfstart in Graubünden wie geplant erfolgt», heisst es.

Von nun an sind zwei mobile Impfequipen im Kanton unterwegs. Da der Impfstoff stark limitiert ist, impfen sie vorerst Bewohner und Personal der Bündner Alters- und Pflegeheime. Auch besonders gefährdete Personen über 75 Jahre, das Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt und Betreuungspersonal von besonders gefährdeten Personen können die Impfung erhalten.

Eine mobile Equipe besteht jeweils aus einer Ärztin/einem Arzt, einer Medizinischen Praxisassistentin/einem Medizinischen Praxisassistenten, einer Apothekerin/einem Apotheker, einer Administrationsperson sowie einer Fahrerin/einem Fahrer. Pro Person dauert die freiwillige Impfung, inklusive Impfberatung durch die Ärztin/den Arzt sowie einer Ruhezeit von 30 Minuten, rund 45 Minuten.

Bis Ende März sind dem Kanton Graubünden vom Bund insgesamt gut 27’000 Dosen des Impfstoffs von Pfizer/Biontech zugesagt, wie er mitteilt. Bis Ende Februar sollten zudem rund 23’000 Dosen des Impfstoffs von Moderna durch den Bund an Graubünden ausgeliefert werden. Dieser Impfstoff sei einfacher zu handhaben, jedoch derzeit von Swissmedic noch nicht zugelassen. «Auf den Zulassungsentscheid hat der Kanton keinen Einfluss», schreibt das Departement. Aber: «Im Idealfall stehen dem Kanton nach heutigem Kenntnisstand bis Ende März für 25'000 Personen Impfstoffe zur Verfügung.»

Neun Impfzentren soll es geben

Ab der zweiten Januarhälfte sollen dann auch weitere Bevölkerungsgruppen im Kanton geimpft werden können. Denn dann werden laut Mitteilung neun Impf- und Testzentren in Betrieb genommen.

Weil die Lagerung des Impfstoffs von Pfizer/Biontech sehr aufwendig ist, werden dessen Impfungen in den grösseren Regionalspitälern – also in Davos, Ilanz, Poschiavo, Schiers, Scuol und Thusis – durchgeführt. Geplant sind zudem Impfzentren in der Moesa, in Chur und in St. Moritz.

Die Corona-Impfung stellt in Bezug auf Transport, Lagerung und Verabreichung komplexe Anforderungen, wie der Kanton mitteilt. Der Impfstoff werde durch die Armee bei minus 80 Grad an einen Logistiker geliefert. Bei Kühlschranktemperatur ist der Impfstoff Comirnaty von Pfizer/Biontech lediglich 120 Stunden haltbar. Wurden die Impfdosen einmal dem Kühlschrank entnommen, müssen sie binnen sechs Stunden verabreicht werden. Pro Impf-Ampulle können fünf Personen geimpft werden. Aufgrund der hohen Komplexität ist zurzeit eine Impfung beim Hausarzt oder bei der Apotheke nicht möglich.

Erst ab April werden schliesslich grossflächige Impfungen möglich sein, wie es heisst. Grund dafür ist die Tatsache, dass es nicht genügend Impfdosen gibt. «Im Vordergrund stehen deshalb vorerst Personen ab 75 Jahren mit chronischen Krankheiten mit höchstem Risiko», heisst es. Danach folgen: Personen zwischen 65 bis 74 Jahren, Personen unter 65 Jahren und Personen mit chronischen Krankheiten, die noch nicht geimpft wurden.

Für eine Impfung müsse sich die Bevölkerung dann anmelden. Die Voranmeldung werde zum gegebenen Zeitpunkt elektronisch über eine schweizweite Plattform erfolgen, entweder durch selbstständige Online-Registration oder über eine telefonische Hotline. Nach der Voranmeldung erhalten Personen, die sich impfen wollen, ihre Impftermine je nach Verfügbarkeit des Impfstoffs. Wann eine Anmeldung möglich sein wird, wird auf der Homepage des Kantons publiziert. (so)

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Das ist schon sehr weit hergeholt. Wahrscheinlich sind Sie noch jung und sind der Tragweite dieses Virus nicht bewusst. Der Tod ist 100% - ob er mit der Impfung kommt, mit dem Virus oder auf normalem Weg, ist eigentlich egal, am Schluss des Lebens, ist der Tod das einig reale.