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50 Schüler der Sportschule kehren zurück

Wegen hoher Quarantänezahlen befindet sich die gesamte Sportschule im Fernunterricht. Schulleiter Urs Bäbler erklärt, wie es nächste Woche weitergeht.

Südostschweiz
Mittwoch, 11. November 2020, 04:30 Uhr Quarantäne beendet
Weil 31 Schüler der Sportschule Glarus in Quarantäne mussten, gabs Fernunterricht für alle Schüler.
ARCHIV

Von Denise Aepli
und Claudia Kock Marti

Weil 31 Schülerinnen und Schüler wegen Corona in Quarantäne mussten, gilt an der Sportschule Glarnerland diese Woche Fernunterricht für alle. Angesetzt wurde Letzterer von der Schulleitung für die 50 Schüler und Schülerinnen bis Freitag.

In der Freizeit angesteckt

Laut Peter Aebli, Rektor der Kantonsschule Glarus, haben sich die Lernenden nicht in der Schule angesteckt. «Ausserhalb der Schule treffen sich die Schüler und Schülerinnen untereinander im Training oder in der Freizeit.» Es sei schon vorgekommen, dass einzelne Schüler in Quarantäne mussten, die derzeitige Massnahme sei jedoch ein Einzelfall, so der Rektor.

Aebli sieht in der aktuellen Situation keine spezielle Herausforderung für die Schüler und Schülerinnen der Sportschule: «Sportschüler sind es sich gewohnt, selbstständig zu arbeiten, weil sie wegen dem Sport häufig abwesend sind.» Vorläufig habe die Schule auch nicht vor, die Schutzmassnahmen weiter anzupassen.

Am Montag geht es wieder los

«Wir werden am Montag vorsichtig starten», sagt Schulleiter Urs Bäbler. Dabei werde vor allem konsequent darauf geachtet werden, dass sich die verschiedenen Klassen räumlich nicht mischten, also jede Klasse unter sich bleibe. Damit sei man auch gewappnet, dass bei einem erneuten Corona-Fall nicht wieder die ganze Schule in Quarantäne respektive Fernunterricht müsse.

Empfohlen werde auch, dass sich die Schüler nicht in der Freizeit mischten, was allerdings nicht zu kontrollieren sei. «Die Situation für eine Sportschule ist aussergewöhnlich», so Bäbler. Die Schülerinnen und Schüler seien an Wettkämpfen und Trainings in der ganzen Schweiz unterwegs, weshalb sie gefährdeter seien als andere Schüler.

Im aktuell nur einwöchigen Fernunterricht gibt es abgesehen von einem Kraftparcoursprogramm – anders als im Frühling – keine speziellen Online-Trainingsvorgaben. Ab Montag sollen die üblichen Trainings in getrennten Gruppen wieder starten können. Dabei gilt laut Bäbler das kantonale Schutzkonzept, was heisst, dass ausserhalb des Unterrichts Maskenpflicht für alle in den öffentlichen Räumen herrscht. Also im Gang, in der Garderobe und im Pausengespräch miteinander gehört die Maske angezogen. Im Unterricht ist diese aktuell für Lehrpersonen sowie für Lernende ab dem 10. Schuljahr vorgeschrieben. Wichtig sei für die Sportschüler, weiterhin trainieren zu können, erklärt Bäbler. Die Devise bleibt klar: Möglichst vorsichtig und soweit dies möglich ist, mit Abstand.

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