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Das grosse Feilschen um den besten Schlachtpreis

Praktisch jeden Monat haben die Glarner Bauern und Viehhalter die Möglichkeit, ihre Tiere bei der Waagstelle beim Volksgarten in Glarus durch Fachleute der Branchenorganisation «Pro Viande» einschätzen und versteigern zu lassen. In dieser Woche geschah das zum ersten Mal seit Corona.

Südostschweiz
Freitag, 26. Juni 2020, 04:30 Uhr Waagstelle beim Volksgarten
Die Küchenwaage reicht da nicht: Auf der Waage beim Volksgarten wird das Vieh gewogen und anschliessend versteigert.
HANS SPECK

von Hans Speck

Nach den Erleichterungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie durften die Glarner Bauern und Viehhalter letzten Dienstag endlich nach einer längeren Zwangspause ihren Schlacht-Viehmarkt beim traditionellen Platz in der Nähe des Volksgartens in Glarus durchführen.

Bei diesem, normalerweise jeden Monat stattfindenden, Anlass, dürfen Bauern und Viehhalter im Beisein von Händlern ihre Rinder und Kühe an diesen öffentlichen Schlachtviehmarkt liefern. Einzige Bedingung: Die Tiere müssen mindesten sechs Monate alt sein. Organisiert wird der Markt von der Branchenorganisation «Pro Viande», die angelieferten Tiere werden nach einer Wochentabelle von der Organisation eingeschätzt und anschliessend versteigert. Dabei spielen der Kilopreis und das Lebendgewicht eine wichtige Rolle.

Gewogen und geschätzt

Rund dreissig Rinder und Kühe einheimischer Bauern und Viehhalter warteten auf jenen Moment, wo sie von ihrem Halter auf die Grosswaage begleitet wurden. Hier wird das Lebendgewicht des Tieres gewogen. Im Anschluss wir das Tier von «Pro Viande»-Fachleuten eingeschätzt. Dabei gilt die Schätzung jeweils als Mindestpreis. Zusätzlich muss für jedes Tier ein vollständig und wahrheitsgetreu ausgefülltes Begleitdokument mitgebracht werden.

Der Organisator ist Bindeglied entlang der ganzen Wertschöpfungskette «Fleisch». Die Organisation setzt sich für hochwertige Produkte aus nachhaltiger Landwirtschaft und artgerechter Tierhaltung sowie für sichere Verarbeitung ein. Zusätzlich ist sie bestrebt, Voraussetzungen und Rahmenbedingungen zu erwirken, die den Akteuren der Fleischwirtschaft die erfolgreiche Ausführung ihrer Tätigkeiten ermöglichen.

Rund dreissig Rinder und Kühe einheimischer Bauern warteten auf jenen Moment, wo sie von ihrem Halter auf die Grosswaage begleitet wurden.

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