Ein offenes Ohr für die Region
Im Rahmen der Aktion #gemeinsamfürgraubünden hat Somedia einen Telefonservice lanciert. Während zwei Stunden konnten sich Personen mit Somedia-Mitarbeitern über verschiedene Themen unterhalten.
Im Rahmen der Aktion #gemeinsamfürgraubünden hat Somedia einen Telefonservice lanciert. Während zwei Stunden konnten sich Personen mit Somedia-Mitarbeitern über verschiedene Themen unterhalten.
Die derzeitige Coronakrise betrifft besonders ältere und gefährdete Menschen. Seit Wochen müssen sie aufgrund der aktuellen Situation zu Hause bleiben und sind darum von der Aussenwelt abgeschottet. Dadurch fehlt ihnen oft der persönliche Kontakt zu anderen Personen. Gerade wer alleine lebt, fühlt sich zunehmend isoliert. Diese Einsamkeit schlägt mit der Zeit aufs Gemüt und kann zu einer Belastung werden. Dem will Somedia entgegenwirken. Dazu hat das Unternehmen einen speziellen Telefonservice im Rahmen der Aktion #gemeinsamfürgraubünden lanciert.
Grosser Ansturm zum Start
Rund ein Dutzend Somedia-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter meldeten sich freiwillig, um mit Menschen zu telefonieren, die soziale Kontakte vermissen. Der Telefonservice startete gestern um 14 Uhr und dauerte bis 16 Uhr. Auch Thomas Kundert, CEO von Somedia, und Cornelius Raeber, Redaktor bei Somedia Promotion, liessen es sich nicht nehmen, mit Leserinnen und Lesern der «Südostschweiz» und des «Bündner Tagblatts» zu telefonieren. Wie Kundert im Anschluss erzählte, war am Anfang leichte Hektik aufgekommen. «Sehr viele Personen riefen gleich zu Beginn des Services um 14 Uhr an. Dadurch waren die Leitungen besetzt, und viele der Anrufer mussten es mehrmals versuchen.» Ab der zweiten Stunde sei es jedoch ruhiger geworden, und es konnten Gespräche von unterschiedlicher Dauer geführt werden.
Mit einer positiven Einstellung
«Es haben sich Menschen aus der ganzen Südostschweiz gemeldet und über verschiedene Themen gesprochen», erzählte Kundert und fügte hinzu: «Ich habe nur positive Telefonate geführt. Niemand empfand die momentane Situation als besonders schlimm.»
Dieser positiven Einstellung ist auch Raeber begegnet. Er habe mit zwei älteren Damen gesprochen, die sehr aufgestellt und zuversichtlich gewirkt hätten. «Die Frauen erzählten mir Geschichten aus ihrem Leben, die wahnsinnig spannend waren.» So sei eine der Frauen erst kürzlich in Lappland gewesen. Rund 50 Stunden sei sie mit dem Zug dorthin gereist, um eine alte Freundin zu besuchen. Sie habe einen wunderbaren Winter erlebt. Raeber stellte fest, dass genau solche Erzählungen zeigen würden, wie interessant die Menschen in der Umgebung seien und wie ältere Personen als Vorbild fungieren könnten.
Eine «schöne Abwechslung»
Kundert teilt diese Ansicht. Wie er betonte, waren die Telefonate für ihn eine spannende und schöne Erfahrung. Denn normalerweise meldeten sich Personen bei ihm, die mit den Diensten von Somedia unzufrieden seien. Bei den gestrigen Telefonaten habe er jedoch nur gute Rückmeldungen erhalten. «Die Menschen, mit denen ich gesprochen habe, waren alle dankbar für den Service. Solche angenehmen Gespräche sind eine schöne Abwechslung.»
Ob es in naher Zukunft eine Fortsetzung des Telefonservice gibt, ist zurzeit noch unklar. Kundert erklärte, dass diese Option in den nächsten Tagen besprochen werde. Es gebe zurzeit noch keine konkreten Pläne, aber er schliesse eine Fortsetzung nicht aus. Auf jeden Fall wisse er den Einsatz aller Beteiligten sehr zu schätzen.
Anna Panier arbeitet als Redaktorin bei Online/Zeitung. Sie absolvierte ein Praktikum in der Medienfamilie Südostschweiz und studiert aktuell Multimedia Production im Bachelor an der Fachhochschule Graubünden in Chur. Mehr Infos
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