Glarner Frauen nähen für einen guten Zweck
Die Beratungs- und Arbeitsvermittlungsstelle Alo Job in Schwanden hilft vielen Leuten. Im neuesten Projekt nähen erwerbslose Frauen Stoffbeutel für Lebensmittel. Der Erlös kommt dem Solishop zugute.
Die Beratungs- und Arbeitsvermittlungsstelle Alo Job in Schwanden hilft vielen Leuten. Im neuesten Projekt nähen erwerbslose Frauen Stoffbeutel für Lebensmittel. Der Erlös kommt dem Solishop zugute.
von Madeleine Kuhn-Baer
Alo-Job-Stellenleiterin Brigitte Baumgartner-Büsser freut sich: «Es konnten sich wieder einige langzeitarbeitslose Menschen abmelden, weil sie eine Stelle gefunden haben. Das ist sehr schön.» Denn ein Jobverlust sei für die Betroffenen nach wie vor sehr schlimm und mit Existenzangst verbunden.
Die 1994 von der Reformierten Landeskirche ins Leben gerufene Beratungs- und Vermittlungsstelle ist denn auch «mit viel Unterstützung und Zeit» für erwerbslose und ausgesteuerte Menschen da – unabhängig von Herkunft, Bildung oder Religion.
Diakonisch und auch ökologisch
Zum vielfältigen Angebot hat sich Anfang Jahr ein neues Projekt gesellt: Eva Gallati, begnadete Schneiderin und Künstlerin, näht mit erwerbslosen Frauen Stoffbeutel für Lebensmittel. In zwei Grössen und individuell nach den Wünschen der verschiedenen Abnehmer. «Es ist ein diakonisches Projekt», sagt Brigitte Baumgartner: «Es geht um Begegnungen, Zusammensein, Gemeinschaft. Aber auch um Wiederverwertung und Ökologie.»
Ursprünglich wollte Eva Gallati spezielle Taschen im Sinne des Zero-Waste-Gedankens herstellen. Diese waren allerdings aufwendig und anspruchsvoll zum Nähen. So entstand die Idee der Lebensmittelbeutel, die man beispielsweise auch als Schonbeutel beim Waschen oder als Lunchsäckchen gebrauchen kann. Damit werden Leintücher wiederverwertet, die der Solishop bekommen hat.
Seit Januar wird nun jeden Dienstagnachmittag in Schwanden genäht. Die Frauen kommen gemäss Eva Gallati sehr gerne, sie machen es freiwillig und wollen damit etwas zurückgeben. «Die Atmosphäre ist immer gemütlich und schön», sagt die Kursleiterin.
Kleider aus zweiter Hand für zwei Franken
Der Erlös des Beutelverkaufs kommt dem Solishop auf dem Mühleareal in Schwanden zugute. Dort können für zwei Franken pro Kilo trendige und gut erhaltene Kleider kostengünstig erstanden werden. Shop-Leiterin Annette Streuli freut sich auf das Frühlingserwachen nach der Winterpause: Am Donnerstag, 26. März, werden ab 13.30 Uhr in Schwanden tolle Kleider für Frauen und Männer anlässlich eines Mode-Apéros präsentiert.
Alo Job, Mühleareal 27, Schwanden, www.alo-job.ch
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