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Glarnerin wird Fernseh-Köchin

Bettina Marti kocht heute Abend in der Finalsendung der «Landfrauenküche» im Schweizer Fernsehen.

Martin
Meier
Samstag, 28. Dezember 2019, 04:30 Uhr Auf SRF zu sehen
In ihrem Reich: Die Glarnerin Bettina Marti kocht sich in den Koch-Olymp.
MARTIN MEIER

Lange rätseln, was für einer «Kantonalität» sie angehört, muss man nicht. Bettina hört auf den Namen Marti. Und: Ums Haar trägt sie ein Glarnertüechli. Heute Samstag sieht man die Weissenbergerin zur Primetime im nationalen Fernsehen – die junge Frau, die den Stempel eines Edelwyss aufgedrückt bekommen hat. Im gleichnamigen Berggasthaus hat sie als Dreikäsehoch am Herd das Kochen erlernt: «Rührei – stehend auf dem Tabourettli.»

Zur Primetime im Schweizer Fernsehen ...

Heute, als 20-Jährige, kocht sie in der Schweizer Junioren-Nationalmannschaft. Nicht nur Landfrauenküche. So heisst aber die SRF-Sendung, in der Bettina Marti zum Final aus der Fülle eines Warenkorbs ein dreigängiges Essen zaubert. Zusammen mit ihren sieben Nationalmannschafts-Mitgliedern, sechs Männern und einer Frau. Wer von den Geschlechtern nun besser kocht? Da zögert Marti mit der Antwort nicht lange: «Natürlich kochen Frau und Mann gleich gut.»

Bettina Marti steht in der Küche des Hotels «Kerenzerberg», wo sie als Sous-Chefin arbeitet, und macht das, was auch Küchenhilfen tun – Kartoffeln schälen. Marti ist sich halt zu nichts zu schade. Nervös ist sie nicht. «Vielleicht wird das Lampenfieber noch kommen.» Dann, wenn die Kegel der Scheinwerfer auf sie gerichtet sind, das Fernsehen live ausstrahlt und an den Bildschirmen Hunderttausende mit den Augen mitessen. «Am liebsten mag ich Spaghetti Carbonara», meint Marti dann «nur so nebenbei».

... und in Stuttgart an der Koch-Olympiade

Auf die Glarner Köchin wartet mit der Nationalmannschaft im kommenden Jahr noch ein weiteres, wichtiges, gar weltweites Ereignis: die Olympiade der Köche. Diese findet vom 14. bis 19. Februar in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart statt. Der Wettbewerb ist ein Stelldichein der Mützen, Magier und Menüs: ein einzigartiges Kocherlebnis – auch für Besucher, die jeweils zu Zehntausenden anreisen. Diesmal auch aus dem Glarnerland: Bettina Marti kann auf einen 23-köpfigen Fanklub zählen, der sie in Deutschland unterstützen wird. Zu ihren grossen Fans gehört auch ihr oberster Chef, Walter Hofmann, Betriebsleiter des Sportzentrums Kerenzerberg. Er greift der Köchin, wo er nur kann, unter die Arme, «weil sie ihre Leidenschaft als Köchin mit sehr viel Herzblut lebt und sich sowohl auf nationaler wie internationaler Bühne austobt». Bettina: «Ich darf sogar die Hotelküche als Trainingslokal benützen.»

Ihre Zukunft sieht Bettina Marti allerdings nicht mehr in der Küche: Die Glarnerin möchte primär einmal «Landfrau» werden. Ihr Traum ist es, zusammen mit ihrem Freund Mathias den Hof seiner Eltern zu übernehmen. Dort warten 29 Mutterkühe. An Rindviecher ist sich die Meisterköchin gewohnt. «Meine Eltern züchten, nebst dem sie das Restaurant führen, noch 70 Rindli auf.»

Aber: Wetten, dass ..., dass man Marti dann als «Landfrau» wieder Rührei machend am Herd sieht – wenn auch nicht mehr auf dem Tabourettli.

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Ich gratuliere meiner Namensvetterin vu dä Wyssäberg im Edelwyss ganz herzlich. Ich bin in Engi aufgewachsen und war oft uf dä Wyssäberg. Ich habe sie schon als Mädchen im Edelwyss gesehen .In den Kriegsjahren bin ich oft mit meinem Vater zum Stöff Butter holen, denn die beiden waren zusammen im Militär. Doch wir mussten den ganzen Weg laufen, denn im Chlytalbähnli waren abends oft Kontrolleure die bei den Fahrgästen abends Angä suchten, den das war verboten. Nur mit Marken konnte man Butter kaufen.
Ich wünsche der Lehrtochter viel Glück beim Kochwettbewerb im Februar !!! Ich werde im TV dabei sein.
Liebe Grüsse vum Thes Marti vu Engi ä urchigä Heiwehengeler us Geroldswil im Limmattal