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Näfels: Im Sandwich der Bahnbarrieren

Das hätte auch schief gehen können: Auf einem Bahnübergang in Näfels wird eine 39-jährige Glarnerin mit ihrem Auto eingeklemmt.

Martin
Meier
Mittwoch, 27. November 2019, 04:30 Uhr Zug rechtzeitig gestoppt
Der Lokführer kann seinen Zug kurz vor der auf dem Bahnübergang stecken gebliebenen Audi-Fahrerin anhalten.
LESERBILD DANJA KLINGL

Am Dienstagmorgen früh: Um 6.53 Uhr verlässt die S25 den Endbahnhof Linthal – mit Ziel Zürich HB. Doch nach 39 Fahrminuten ist Schluss. Kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof Näfels-Mollis muss der Lokführer die RE-Zugskomposition stoppen – wenige Meter vor der Barriere. Dies ausserfahrplanmässig, weil zwischen den heruntergelassenen Holmen ein Fahrzeug stecken geblieben ist. Was ist passiert?

Eine Autolenkerin sei auf der Molliserstrasse in Fahrtrichtung Mollis unterwegs gewesen, erklärt Daniel Menzi, der Sprecher der Glarner Kantonspolizei. «Dabei übersah sie vor dem Überqueren der zwei Gleise die rotblinkende Warnlichtanlage.» Rot sieht die 39-jährige Glarnerin erst, als vor ihr die Holmen niedergehen. Durch Balken versperrt bleibt auch die Rückfahrt.

Kühlen Kopf bewahrt

Geistesgegenwärtig steuert die Lenkerin jetzt ihren schwarzen Audi, mit der Fahrzeughaube voran, unter die vor ihr liegende Absperrung, damit sie vom bald herannahenden Zug nicht frontal erfasst werden kann. Dabei entsteht am Fahrzeug und an der Barriere ein geringer Sachschaden. Verletzt wird dabei glücklicherweise niemand. «Die Lenkerin muss allerdings mit einer Anzeige wegen Störung des Eisenbahnverkehrs rechnen», sagt Daniel Menzi.

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