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Dauerstress macht Psyche und Körper krank

Stimmt die Balance zwischen Stress, Arbeit, Familie und Freizeit, dann bleibt alles im grünen Bereich. Doch kommt man nicht mehr zur Ruhe und bleibt lange im krankmachenden Stresslevel, wirkt sich dies auf Psyche und Körper verheerend aus.

Südostschweiz
Montag, 25. November 2019, 00:00 Uhr Sponsored Content
Podiumsdiskussion

Dienstag, 26. November 2019
19.00 - 21.00 Uhr
Schwerpunkt:
«Nach Burnout – zurück ins Leben»

Mehrzwecksaal
Klinik Waldhaus Chur
Loëstrasse 220
7000 Chur

www.pdgr.ch/monatsthema

Unter Stresssituationen leiden viele Menschen in allen Alterskategorien. Arbeit und familiäre Belastungen zählen zu den häufigsten Stress-Ursachen. Besonders oft kumulieren sich die Anforderungen im Job und in der Familie zwischen 40 und 60 Jahren. Geht jedoch die Balance zwischen Anspannung und Entspannung verloren, stecken Betroffene bereits mitten im Dauerstress.

«Dauerstress schadet Körper und Psyche gleichermassen», sagt Andres Ricardo Schneeberger, Ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Dienste Graubünden (PDGR). Doch auch die Familie und das ganze soziale Umfeld leiden unter Menschen, die ständig unter hohem Stresslevel stehen. Manchmal krachen dann Beziehungen auseinander und manchmal geht wegen der vielen Arbeit der Job den Bach hinunter.

Die Wolf-Metapher

«Normale, kurze Stressphasen wegen ausserordentlichen Ereignissen sind eine ganz natürliche Reaktion unseres Körpers», versichert Schneeberger. Dadurch wird das Action-Hormon Adrenalin freigesetzt. In dieser Situation wird der Atem schneller, die Herzfrequenz erhöht sich und der Blutzuckerspiegel steigt. Dass alles bewirkt, dass der Körper auch in Gefahrensituationen schneller reagieren kann. Fachleute greifen hier gerne die Metapher des «angstmachenden Wolfes auf». Der Schreckmoment lässt kurz den Stresspegel ansteigen. Verschwindet er, verschwindet auch «der Wolf», respektive der Stress. 

Kommt jedoch etwa im Arbeitsleben «der stressauslösende Wolf» immer wieder, kommt der Mensch nicht mehr zur Ruhe, das Stresshormon bleibt hoch. Konzentrationsschwierigkeiten, Herzklopfen, abnehmender Stresstoleranz und Burnout zählen zu den Folgereaktionen. Menschen unter Dauerstress rät Schneeberger fachliche Unterstützung seitens eines Psychiaters oder eines Psychotherapeuten an, denn sie gefährden nicht nur sich selbst, sondern ebenso ihren Job, ihre Beziehung und ihr Umfeld. Kommen zum Dauerstress depressive Symptome dazu, sind tagesklinische oder sogar stationäre Behandlungen hilfreich.

Bei den PDGR kommt in diesen Situationen ein multimodaler Behandlungsansatz zum Tragen: Psychotherapien, Medikamente, Bezugspersonen-Arbeit, wenn indiziert auch Kunst-, Aktivierungs- Sporttherapien, ebenfalls Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und weitere individuelle Therapien. Schneeberger: «Wir beziehen ebenfalls spirituelle Aspekte in die Behandlung und Betreuung unseres Tuns mit ein. Denn manchmal finden in Stresssituationen die Sinnfragen des Lebens keinen Platz mehr».

Begleitung durch Job-Coach

Die PDGR arbeiten in solchen Fällen eng mit den Sozialdiensten zusammen, insbesondere mit der Eingliederungsberatung der Sozialversicherungsanstalt SVA. «Denn fällt jemand länger wegen seiner Stresserkrankung aus der Arbeitswelt aus, ist die Wieder-Integration frühzeitig am Arbeitsplatz für den Betroffenen und für den Arbeitgeber gleichermassen wichtig», erklärt PDGR-Pflegedirektor Eduard Felber. «Arbeitgeber und PDGR-Job-Coach kontaktieren wir jedoch nur mit dem Einverständnis des Patienten». Gut ist, dass der Job-Coach Betroffene und deren Arbeitgeber nach dem stationären Austritt weiterhin begleitet. «Dieser ganze Prozess ist eingebettet in ein bis 2020 dauerndes Pilotprojekt der SVA und den PDGR.

Wichtig sei, so Eduard Felber und Andres R. Schneeberger, dass sich Unternehmen über ein eigenes, angepasstes Gesundheitsmanagement Gedanken machen. «Unser Ziel ist es, Arbeitgeber und Mitarbeitenden Unterstützung im Rahmen von psychischen Erkrankungen anzubieten und sie dafür zu sensibilisieren. Dies trägt zur Gesundheit bei und hohe Krankheitskosten können reduziert werden».

PDGR-Schulungsangebote für KMU

Bei Stresserkrankungen wenden sich Betroffene für erste Abklärungen in der Regel zuerst an den Hausarzt, aber auch an Psychiaterinnen und Psychotherapeuten, in Notfällen direkt an die PDGR. Die PDGR führen ambulante und stationäre ganzheitliche Therapien durch. Im Bereich Gesundheitsmanagement bieten die PDGR Schulungsangebote für kleine und grosse Unternehmen an. Infos zum Angebot «Coaching für Firmen»: info@pdgr.ch oder www.pdgr.ch.