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Brigadier und Landammann würdigen Verdienste der Soldaten

Im Gasthof «Adler» in Schwanden sind 70 Wehrmänner feierlich aus der Armee entlassen worden.

Südostschweiz
Montag, 25. November 2019, 04:30 Uhr
«Abgeben!»: Nachdem die Wehrleute ihr Armeematerial im Zeughaus zurückgegeben haben, wird im «Adler» gefeiert.
HANS SPECK

von Hans Speck

Am Freitag sind ein Oberleutnant und 69 Unteroffiziere und Soldaten von der Dienstpflicht für die Schweizer Armee befreit worden. Landammann Andrea Bettiga und Brigadier Germaine J.F. Seewer würdigten deren Verdienste.

Zuerst herrschte in- und ausserhalb des Zeughauses in Glarus ein emsiges Treiben. Soldaten im Ausgangstenue und in bunten Kampfanzügen, mit Waffe, Rucksack und Effektensack schwer beladen, warteten auf ihren letzten militärischen Einsatz. Dieser lautete kurz und bündig: «Abgeben!»

«Was wetsch nuch bhaltä?»

Mitarbeiter der Hauptabteilung Militär und Zivilschutz waren eifrig daran, Ausrüstungsgegenstände, Uniformen, Kampfanzüge, Sturmgewehre und Pistolen entgegenzunehmen. «Was wetsch nuch bhaltä?», war die viel gestellte Frage. Gefragt waren vielfach kleinere Ausrüstungsgegenstände wie Gamelle, Essbesteck, Trinkflasche, dafür eher weniger die persönliche Waffe.

Die Abgabe im Zeughaus verlief wie am Schnürchen, sodass die 70 Wehrmänner pünktlich um 16 Uhr im Saal des Brauereigasthofs «Adler in Schwanden» von Kreiskommandant Major Walter Rhyner bei Andrea Bettiga gemeldet werden konnten. Für den musikalischen Background sorgte dort der Glarner Trompeterverein unter Spielführer Markus Rhyner.

Sackmesser als Anerkennung

Einen bewegenden Moment erlebten die Wehrmänner beim Abspielen der Nationalhymne, einen weiteren beim Überreichen des Militär-Sackmessers mit der Prägung: «Als Anerkennung – Militärdirektion Glarus.» Unter den Gästen weilten auch Landratspräsident Peter Rothlin, Glarus Süd-Gemeindepräsident Mathias Vögeli und ranghohe Militärs.

Das «Abgeben» ist seit jeher ein spezieller Tag für alle Angehörigen der Schweizer Armee. Mit ihm quittieren sie am Ende des 10. Kalenderjahres nach ihrer Beförderung zum Soldaten den Dienst. Für die Entlassung ist also nicht mehr der Jahrgang massgebend.

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