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Vitamin-D-Mangel im Winter: Was ist am Phänomen dran?

Besonders in der kalten Jahreszeit kommt immer wieder das Thema «Vitamin-D-Mangel» auf. So auch in Graubünden. Das lebenswichtige Vitamin erhalten wir während den Wintermonaten zu wenig. Mittlerweile gibt es dafür Lösungen.

Anna
Panier
Freitag, 22. November 2019, 04:30 Uhr Gesund bleiben
In der Winterzeit empfiehlt es sich, besonders auf die Gesundheit zu achten.
PIXABAY

Das Vitamin D spielt eine äusserst wichtige Rolle in unserem Körper. Es fördert den Zahn- und Knochenbau, versorgt jegliche Muskeln und stärkt das gesamte Immunsystem. Laut Monika Fehr, Präsidentin der Bündner Apotheker, ist der Mensch nicht selbst in der Lage, ausreichend Vitamin D herzustellen, da die Sonne dafür auf unsere Haut strahlen muss. Aus diesem Grund befindet sich der Körper während dem Winter in einer anspruchsvollen Situation.

Vitamin-D-Mangel vorbeugen

Das «Sonnenvitamin», erhält man aber auch durch andere Quellen. Es gibt Nahrungsmittel, welche durchaus überdurchschnittlich viel Vitamin D in sich tragen. Beispielsweise fettreiche Fische wie Lachs, aber auch Eier oder Pilze. Jedoch machen diese Mengen nur etwa ein Sechstel des täglichen Bedarfs aus. In erster Linie bedeutet dies, dass die alleinige Aufnahme von Vitamin-D-reichen Nahrungsmitteln im Winter nicht ausreicht.

Es gib auf dem Markt unzählige Supplemente für das Vitamin, welche rezeptfrei zugänglich sind. «Solche Präparate empfehle ich aber nicht jeder Person zur Vorsorge. Die zusätzliche Einnahme richtet sich eher an die Menschen, die ein höheres Risiko für einen Mangel aufweisen, wie Säuglinge oder ältere Menschen» so Fehr.

Wie weiss man, dass ein Mangel vorliegt?

«Grundsätzlich ist die Gesellschaft schon sehr gut über das Thema informiert», so Barbara Caratsch, Apothekerin im Medi Porta in Chur. Typische Symptome, an denen die Betroffenen selbst erkennen können, dass ein Vitamin-D-Mangel vorliegt, gib es nicht, sagen die beiden Fachpersonen. Ob zu wenig des Vitamins im Körper vorhanden ist, kann man nur mit einem Bluttest überprüfen lassen. Gemäss Monika Fehr führt man heute solche Tests im Vergleich zu früher vermehrt durch. Caratsch meint dazu, dass diese Überprüfungen letzten Endes teurer seien, als wenn man das Vitamin ohne Bluttest einnehme.

Entscheidet man sich also für einen Bluttest, so ist ein anschliessendes negatives Resultat kein Grund, grosse Bedenken zu haben. «Wenn eine solche Unterversorgung durch die Blutprobe festgestellt wird, kann man den Mangel grundsätzlich mühelos mit simplen Therapien behandeln» erklärt Fehr. In der heutigen Zeit und in den sehr gut entwickelten Lebensgebieten, sei es auch keine grosse Mangelerkrankung mehr. Überhaupt seien die Schaudergeschichten von früher, die von einem Vitamin-D-Mangel und den extrem verformten Knochen erzählten, in der heutigen Zeit nicht mehr wirklich vertretbar, stellt Fehr fest.

Gesund durch den Winter

Besonders in der kalten Jahreszeit muss man auch abgesehen vom Vitamin D auf seine Gesundheit achten. Am allerwichtigsten sei die Stärkung des Immunsystems, meint Caratsch. Ebenfalls solle man öfters die Hände waschen und die Schleimhäute des Atemweges feucht halten, damit diese weiterhin feine Bakterien abwehren können. Beide Apothekerinnen meinen, dass eine ausgewogene Ernährung, mit besonders viel Gemüse und Früchte, ebenso wichtig sei. Ein täglicher Aufenthalt an der frischen Luft ist auch empfehlenswert, wodurch man zur Ruhe kommt und sich regenerieren kann.

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Ich (57, w) habe Osteoporose ( vor ca. 10 Jahren erstmals diagnostiziert). Es wurde ein Vitamin D Mangel festgestellt (obwohl ich gerne und möglichst oft draussen bin). Vorsorge wäre besser gewesen. Da bei uns Osteoporose familiär bedingt ist, empfehle ich meinen Girls im Winter Vitamin D3 einzunehmen. "Hilfts nüt, so schadts nüt"