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Erste Fokusgruppe regt drei Ideen an

Ende Mai ist in Glarus Nord das erste sogenannte Nord-Projekt gestartet worden. Am Montagabend wurden nun an der ersten Abschlussveranstaltung dazu in Näfels verschiedene konkrete Ideen präsentiert.

Südostschweiz
Mittwoch, 06. November 2019, 04:30 Uhr Schlussveranstaltung
Zur öffentlichen Präsentation der Ideen aus dem ersten Nord-Projekt zum Thema «Jung und Alt» treffen sich nur wenige Leute.
TVSO

Von Aldo Lombardi

Mit den sogenannten Nord-Projekten wird eine neue Form ausprobiert, mit der die Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde das Leben in Glarus Nord mitgestalten können: ein Projekt für mehr Bürgerbeteiligung; eine neue Art der Zusammenarbeit zwischen den Bürgerinnen und Bürgern, Politik und Verwaltung.

Nach Phase 1, in der vor allem viele Ideen eingebracht wurden, ging es in Phase 2 darum, diese Ideen in einer Fokusgruppe zu konkretisieren und nach Lösungen für eine Umsetzung zu suchen. Getan hat das die Fokusgruppe nun mit dem Ausarbeiten von drei Ideen, die am Montagabend an der Abschlussveranstaltung in der Lintharena einer kleinen Gruppe von Interessierten vorgestellt wurden.

Markus Meile präsentierte die Idee eines mobilen, virtuellen Gemeindehauses, in dem Anlässe für die ganze Bevölkerung organisiert werden können. Das müsse ein niederschwelliges Angebot für Menschen jeden Alters sein, an dem alle teilnehmen könnten, und die öffentlichen Räume sollen je nach den Bedürfnissen für den Anlass zugänglich gemacht werden. Dabei sei das Zusammenarbeiten in den verschiedenen Dörfern anzustreben.

Toi, toi, Kompotoi

Die Fokusgruppe nennt als Problem 2 das Fehlen öffentlicher Toiletten und präsentiert eine Variante unter dem Namen «Kompotoi». Dabei handelt es sich um eine Holzkonstruktion, die nicht nur gut aussieht, sondern auch noch umweltfreundlich und absolut geruchsfrei ist.

Zudem ist sie mit 4620 Franken pro Stück kostengünstig. Und wie Gemeinderat Pascal Vuichard erklärte, denkt die Fokusgruppe an vier «Kompotois» in Glarus Nord.

Als letzte der Ideen erwähnte Vuichard die Umnutzung von Telefonkabinen zu einer Art Bibliothek unter dem Motto: «Lesespass für Jung und Alt». Der Grundgedanke bei dieser Idee war, etwas Altes in etwas Neues zu verwandeln. Das Projekt muss jederzeit für alle zugänglich sein, und viele Gemeinden haben damit schon positive Erfahrungen gemacht. Der Lesestoff kann von Interessierten aus den Telefonkabinen, geholt, gelesen und auch wieder zurückgebracht werden. Alle können auch eigene Bücher bringen, die man nicht mehr braucht. Der Wartungsaufwand ist klein; der Mehrwert für die Bevölkerung gross.

4620 Franken
So viel kostet ein «Kompotoi». Vier davon sollen dazu beitragen, dass in Glarus Nord wieder mehr öffentliche Toiletten zur Verfügung stehen.

Geplant werden könnte das Projekt in Zusammenarbeit mit den Bibliotheken in Glarus Nord. Die Fokusgruppe schlägt circa drei Standorte in Glarus Nord vor. Und falls keine Telefonkabinen mehr vorhanden sind: Der Kauf kostet 3500 Franken pro Stück, dazu kommen die Kosten für den Umbau.

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Wenn man etwas verbessern könnte ,wäre ein zugängliches WC beim Bahnhof in Niederurnen.Früher hatte man noch eine Alternative, das Restaurant Bahnhöfli das leider seit Jahren nicht mehr dort ist, wie viele Beizen in Niederurnen auch nicht mehr.Nach dem Motto :es war einmal.