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Das 2000. Schulkind für Glarus Nord

Die Schülerin Lilaf Arab, die am Montag in Mollis in die 5. Klasse eingetreten ist, ist das 2000. Schulkind von Glarus Nord. Seit dem Schuljahresbeginn im August sind 21 Neue nach Glarus Nord gekommen, wie die Gemeinde mitteilt.

Südostschweiz
Mittwoch, 06. November 2019, 04:30 Uhr Bald grössere Infrastruktur nötig
Marie-Hélène Stäger überreicht Lilaf Arab ein Andenken an ihren ersten Schultag in Glarus Nord.
PRESSEBILD

Die Gemeinde Glarus Nord begrüsst mit Lilaf Arab ihr 2000. Schulkind. Die Schülerin Lilaf trat am Montag in die 5. Klasse Mollis ein, wie es in einer Mitteilung der Gemeinde heisst.

Sie ist jedoch nicht das letzte Kind, das in Glarus Nord eingeschult wurde. Vielmehr habe Rektorin Marie-Hélène Stäger im Oberstufenzentrum Näfels und im Kindergarten Bilten auch die Schülerinnen und Schüler 2001 bis 2003 begrüsst. Die vier Kinder erhielten als Andenken an ihren Start in der neuen Schule ein Glarus-Nord-Sportlertüechli, das ihnen die Rektorin am ersten Schultag überreichte.

Plädoyer für mehr Schulraum

Seit Schuljahresbeginn im August seien die Schülerzahlen bereits wieder um 21 Schülerinnen und Schüler gewachsen, erklärt die Gemeinde Glarus Nord. Und wirbt im Vorfeld der Gemeindeversammlung für den zusätzlichen Schulraum, den es dafür brauche: Die Gemeinde treffe Massnahmen, um diese Herausforderung zu bewältigen.

Denn die Schülerzahlen steigen: Ende Schuljahr 2011 seien noch 1757 Kinder in Glarus Nord zur Schule gegangen, 2016 oder fünf Jahre später bereits 1875. Nun sei die Grenze von 2000 Schülerinnen und Schüler überschritten. «Vor allem im Raum Näfels-Mollis wird mit weiter steigenden Schülerzahlen gerechnet.»

So schätze das von der Gemeinde Glarus Nord mit einer Prognose der Schülerinnen- und Klassenzahlen beauftragte Zürcher Fachbüro Eckhaus den Schulraumbedarf in Näfels-Mollis bereits im Schuljahr 2023/2024 auf 57 bis 58 Klassen. Die Gemeinde schreibt weiter: «Erwartet wird ein stabiles Wachstum auf rund 67 Klassen im Schuljahr 2028/2029 und 72 Klassen im Schuljahr 2033/2034.»

Ausweichen «nicht möglich»

Dieses Wachstum will Glarus Nord mit der Schulraumstrategie «Step» bewältigen. Diese Strategie sehe als kurzfristige Massnahme den Bau eines Pavillons für sechs Schulzimmer beim Schulhaus Schnegg in Näfels vor.

Damit die nötigen Schulräume rechtzeitig fertiggestellt werden könnten, sei die Zustimmung zu diesem Geschäft an der Gemeindeversammlung vom 22. November unerlässlich.

Die Begründung des Gemeinderates: Die leer stehenden Schulhäuser in Filzbach und Mühlehorn zu nutzen, sei aus verschiedenen Gründen nicht möglich. «So ist einerseits das benötigte Raumangebot, beispielsweise für Gruppen-, Neben- oder Spezialräume, weder in Mühlehorn noch in Filzbach vorhanden.» Bis August 2020 müssten in Näfels andererseits eine zusätzliche Kindergartenklasse sowie Tagesstrukturen samt Mittagstisch zur Verfügung gestellt werden.

Kindergärtler sollen nicht reisen

Im August 2023 komme eine weitere Kindergartenklasse dazu. Dass diese Altersklassen den Weg nach Mühlehorn oder Filzbach (teilweise mehrmals am Tag) zurücklegten, sei in der Praxis nicht vorstellbar. Und der Lehrplan 21 macht offenbar Vorgaben: «Letztlich ist die Beschulung von gewissen Klassen an einem peripheren Standort nicht mit den Vorgaben des Lehrplanes vereinbar.»

Mittelfristig plant der Gemeinderat laut «Step» ein neues Primarschulhaus im Schnegg Näfels. Dieser Neubau soll auf dem Gebiet der Schrebergärten zu stehen kommen, und der Pavillon müsse bis zur Fertigstellung und allenfalls auch darüber hinaus in Betrieb bleiben können. Deshalb solle der Pavillon nicht auf demselben Gebiet zu stehen kommen. (mitg/fra)

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