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Für weniger Wildunfälle auf den Bündner Strassen

Die Tage werden kürzer, die Abende früher dunkel. Somit steigt das Risiko für Wildunfälle auf den Strassen. Es gibt jedoch Mittel zur Unfallprävention.

Südostschweiz
Montag, 04. November 2019, 04:30 Uhr Warnanlagen
In Graubünden gibt es fünf festinstallierte Wildwarnanlagen.
ARCHIV

Jeder Autofahrer kennt die Umstellung von Sommer- auf Winterverhältnisse. Gerade auf Landstrassen ist die Gefahr für Unfälle im Winter um einiges höher. Der Bruchteil einer Sekunde reicht, dass ein Wildtier vor die Haube springt. Gegen Wildunfälle wird in Graubünden aber angekämpft und das mit Erfolg.

Nach Licht nur 40 km/h

Seit einigen Jahren werden im Kanton diverse Wildwarnanlagen eingesetzt. Sie sollen den Autofahrern mit Licht signalisieren, wenn Wild in der Nähe der Fahrbahn ist. Hannes Jenny, Wildbiologe beim Amt für Jagd und Fischerei, erklärt gegenüber Radio Südostschweiz: «Wildwarnanlagen sind fest installiert am Strassenrand. Sie suchen den Bereich zwischen Strassen und angrenzendem Umland mit Infrarot-Sensoren nach Tieren ab. Wenn ein Tier in die Nähe der Strasse kommt, wird ein Signal ausgelöst.» Danach gelte laut Hannes Jenny die Geschwindigkeitsbeschränkung von 40 km/h.

Das Amt für Jagd und Fischerei habe einige Anlagen aufgestellt, erklärt Jenny. Fünf Stück seien momentan fest installiert. «Wir haben aber auch temporäre Anlagen, die wir immer wieder einsetzen können. Sei es bei Baustellen im Sommer oder im Winter bei gefährlichem Wildwechsel.»

Grosse Erfolge

An den Stellen mit Wildwarnanlagen sei der Erfolg gross. «Dort haben wir eine deutlich bis starke Reduktion von Wildunfällen. Es ist wirklich eine Möglichkeit, die Wildunfallszahlen zu reduzieren.»

Nebst den Wildwarnanlagen gibt es eine zweite Möglichkeit der Reduktion. Sogenannte Wildwarner seien Anlagen, welche ein Pfeifsignal abgeben, sobald ein Wildtier in der Nähe der Strasse sei, erklärt Jenny. Diese seien jedoch ein kurzfristiges Mittel. «Wenn eine Anlage dauernd pfeift, gewöhnen sich die Tiere an den Ton und sind nicht mehr sinnvoll.»

Auf Wild müsse man als Autofahrer überall Rücksicht nehmen. Wildbiologe Jenny sagt dazu: «Man darf sich nie darauf verlassen, dass nur dort Gefahr besteht, wo Wildanlagen eingesetzt werden.» (nua)

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Wildunfälle wegen Missachtung 40 km/h Signal

Das von mir entwickelte erste elektronische Wildwarnsystem CH wurde erstmals im Kanton Glarus auf der Kantonsstrasse Elm-Schwanden in der Warth im Jahre 1992 dem Betrieb übergeben. In den 27 Jahren Jahren sind über 25 weitere CALONDER Wildwarnanlagen in mehreren Kantonen, in USA, Holland und Deutschland mit durchschlagendem Erfolg dem Betrieb übergeben worden und tragen seither einen wesentlichen Beitrag zur Verkehrssicherheit und Tierschutz bei.

Die technischen Komponenten werden laufend weiterentwickelt und auf den neusten Stand der Technik angepasst. Inzwischen sind unsere Wildwarnsysteme von verschiedenen Firmen kopiert worden, was ein Patentschutz für uns und alle Nachahmer verunmöglicht.

Die Verursacher von Wildunfällen in den signalisierten Gefahrenzonen sind die rücksichtslosen Automobilisten, welche das aktivierte Höchstgeschwindigkeitsignal Tempo 40 km/h missachten und mit Tempo 80 km/h ungeachtet weiterfahren !
Viele Automobilisten sind der Meinung, die temporäre 40 Tafel habe keine Rechtswirkung weil das Signal nur für 30 - 40 Sekunden aufleuchtet !

Auch bei meiner Befragung von Automobilisten was die WWA Signalisation bedeutet haben 80% der befragten keine Ahnung oder noch nie so eine WWA an den Strassen überhaupt wahrgenommen,

Ich werde selber oft bei aktivierter Warnanlage mit Tempo 40 und selbst bei meinem eingeschalteten Warnblinker rücksichtslos von anderen Verkehrsteilnehmer mit 80 Plus überholt !. In all den vielen Jahren habe ich nie eine Radarüberwachung im Gefahrenbereich Wildwechsel im Kanton GR gesehen.

Die Kantonspolizei SG hat als erste auf der Wildgefahrenstrecke Kantonsstrasse Bad Ragaz - Sargans eine mobile Radaranlage installiert, nachdem 11 Hirsche dem Verkehr geopfert wurden. Aus meiner Sicht ist das die effizienteste Massnahme das Tempo im Gefahrenbereich bei Wildwechsel anzupassen. An dieser Stelle besten Dank der Verkehrspolizei St.Gallen für diese wirkungsvolle Massnahme,

Giacomo Calonder Trin - Mulin
c/o CALONDER ENERGY AG

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Calonder Energy AG
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