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Die fleissigsten Bienen stammen aus Graubünden

Schweizer Bienenhonig ist dieses Jahr rar. Dies ist zwar keine Überraschung, prognostizierten die Imker doch eine magere Honigernte für 2019. Trotzdem wird 2019 ein Rekordtief verbucht. Nicht aber in Graubünden.

Südostschweiz
Dienstag, 29. Oktober 2019, 12:25 Uhr Schlechtes Honigjahr 2019
Besonders der kalte Mai hielt die Bienen von ihrer Arbeit ab.
MARCO HARTMANN

2019 ist ein miserables Honigjahr. Besonders der Mai, welcher in der Schweiz eigentlich der Blütemonat schlechthin ist, ist dieses Jahr wortwörtlich ins Wasser gefallen. Zwar liessen die warmen Monate März und April die Bienenvölker rasant anwachsen, durch den kühlen und nassen Mai konnten die Bienen in dieser Zeit aber nur verhältnismässig wenig Honig sammeln. Auch die Sommerhonigernte mit ihrem Waldhoniganteil konnte dies nur regional etwas rumreissen. Nur oberhalb von 1000 Metern über Meer ist die durchschnittliche Honigernte besser ausgefallen.

Die Honigernte 2019 fiel auf ein Rekordtief mit einer Gesamtmenge von nur 13 Kilogramm pro Volk. Das ist ein markantes Minus von 10 Kilogramm pro Volk. Wegen dem kalten und nassen Mai brauchten die Bienenvölker selbst sehr viel Futter, um ihre Brutnester warm zu halten. Den Honig, den die Bienen bis zu diesem Zeitpunkt gesammelt hatten, verbrauchten sie deshalb selbst.

Während in anderen Kantonen teilweise nur knapp sechs Kilogramm Honig pro Volk geerntet werden konnte, liegt Graubünden im schweizweiten Vergleich auf dem vierten Platz. Pro Bienenvolk wurden 2019 in Graubünden stolze 22.2 Kilogramm Honig gesammelt. Gleich dahinter, auf dem fünften Platz liegt der Kanton Glarus mit 16.8 Kilogramm pro Volk. Dabei kann besonders Graubünden von den Bergregionen profitieren. Den schweizerischen Rekord hält ebenfalls ein Bündner: Ein Wanderimker mit Bienenständen auf 1890 Metern über Meer in Graubünden konnte stolze 31.8 Kilogramm Honig pro Volk vermelden. (mma)

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