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Die Feuerwehr Thusis in ihre Einzelteile zerlegt

Was muss alles in einem Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Platz finden? Diese Frage hat die Feuerwehr Thusis auf einem ihrer Social-Media-Kanälen auf originelle Weise beantwortet.

Corinne
Raguth Tscharner
Freitag, 06. September 2019, 16:49 Uhr Tetris-Challenge

Sieben Leuchtwesten, eine Brechzange, zwei Warndreiecke mit der Aufschrift «Unfall», drei Feuerlöscher, zwei Feuerdecken, zwei Besen, vier Feuerwehrleute und und und – das alles gehört eigentlich in ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Thusis, landete für ein Foto aber schön ordentlich ausgelegt neben dem roten Auto. «So können wir der Bevölkerung mal zeigen, mit welchem Material die Feuerwehren heute ausgerüstet sind», sagt der Kommandant der Feuerwehr Thusis, Patrik Aliesch. Die Feuerwehr hat das Bild auf Facebook gestellt und damit bei der sogenannten Tetris-Challenge mitgemacht.

Materialkontrolle mit witzigem Ausgang

Den Stein ins Rollen gebracht hat die Kantonspolizei Zürich. Sie hatte vor einigen Tagen ein Bild von der Auslegeordnung einer ihrer Streifenwagen auf Facebook veröffentlicht. «Ein Freund hat einen unserer Zugführer in diesem Beitrag markiert. Und kommentiert, dass bei einem Feuerwehrfahrzeug sehr viel mehr Material anfalle, als bei einem Streifenwagen», erklärt Aliesch. Die Kantonspolizei Zürich habe die Feuerwehr Thusis daraufhin herausgefordert, ein ebensolches Foto zu schiessen.

Eine Materialkontrolle sei sowieso fällig gewesen, sagt der Kommandant weiter. «Wieso also nicht ausräumen, kontrollieren, putzen und dann gleich ein witziges Foto schiessen?» Dass die Bündner Feuerwehr die Challenge angenommen hat, freut die Zürcher Polizei sichtlich:

Die Feuerwehr Thusis hat unsere “Tetris Challenge” angenommen, was uns total freut. Wir hoffen auf weitere Nachahmer!

Gepostet von Kantonspolizei Zürich - Kapo ZH am Donnerstag, 5. September 2019

Nach zwanzig Minuten Arbeit und acht helfenden Händen war die Auslegeordnung der Feuerwehr Thusis da und bereit für den Drohnenschnappschuss aus der Luft. «Mit dem Putzen des Autos und der Funktionskontrolle des Materials sind wir alles in allem etwa auf zwei Stunden Arbeit gekommen», sagt Aliesch.

Material hätte aber noch sehr viel mehr auf dem Boden liegen können. Das abgebildete Fahrzeug ist kein traditionelles Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr, sondern ein Strassenrettungsfahrzeug, das bei Verkehrsunfällen zum Einsatz kommt. Es führt verhältnismässig wenig Material mit - etwa ein Drittel so viel wie ein Tanklöschfahrzeug. «Wenn wir die Challenge aber mit einem solchen gemacht hätten und ein Alarm eingegangen wäre, hätten wir einen Moment lang etwas alt ausgesehen», meint Aliesch. Deshalb sei man auf ein kleineres Fahrzeug ausgewichen.

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