×

Schafe ohne Herdenschutz gerissen

Die zwei neuen Wolfsrudel haben ihre Reviere verlagert. Alp- und Landwirtschaftsbetriebe ergreifen Massnahmen.

Südostschweiz
Dienstag, 06. August 2019, 04:30 Uhr Zwölf Schafe
Verspielt, aber eben auch gefrässig: Die neuen Wolfsrudel sind aktiv und es ist bereits zu Nutztierrissen gekommen.
ARCHIV / PIUS FURGER

Dass es am Ringelspitz und um den Piz Beverin zwei neue Wolfsrudel gibt, ist für die Landwirtschaft und die Alpbetriebe in der Region spürbar. «In der unteren Surselva und im Safiental sind die Wölfe vermehrt aktiv und es ist zu zahlreichen Nutztierrissen gekommen», sagt Adrian Arquint, Vorsteher des kantonalen Amtes für Jagd und Fischerei. Aktuell wurden am vergangenen Donnerstag und Freitag bei Pitasch in der Gemeinde Ilanz/Glion zwölf Schafe aus einer ungeschützten Herde gerissen.

Noch könne man die Risse keinem einzelnen Wolf oder einem Rudel zuordnen, erklärt Arquint, denn es liege noch keine DNA-Analyse vor. «Wir sind daran, uns ein Gesamtbild der Situation zu verschaffen.» Es zeichnet sich gemäss Arquint jedoch ab, dass sich das Beverin-Wolfsrudel vermehrt im Safiental aufhält. Das Ringelspitz-Wolfsrudel ist stärker im Gebiet um Andiast/Pigniu in der Surselva präsent.

Mit betroffenen Alpverantwortlichen in der Region hat das kantonale Amt für Jagd und Fischerei gemäss Arquint Kontakt aufgenommen und das Gespräch gesucht. «Die Landwirtschaft nimmt ihre Verantwortung im Rahmen ihrer Möglichkeiten wahr», sagt er. So seien Alp- und Landwirtschaftsbetriebe in diesem Gebiet daran, zusammen mit dem kantonalen Herdenschutzbeauftragten Jan Boner, spontane Massnahmen zu ergreifen. Als solche sogenannte Notfallmassnahmen gelten etwa elektrifizierte Zäune, um Schaf- und Ziegenherden nachts einzupferchen und die intensivere Behirtung der Herden.

Auch wenn der Fokus in Sachen Wolf zurzeit im Safiental und der Surselva liege, betont Jagdinspektor Arquint einmal mehr, dass man im ganzen Kantonsgebiet jederzeit damit rechnen müsse, dass ein Wolf auftauche.

Kommentar schreiben

Kommentar senden

Es ist eine sehr grosse Dummheit, in der Schweiz Wölfe zu dulden, die sich wie eine Seuche ausbreiten und nur Schaden anrichten und rein gar nichts nützen. Übrigens: Wölfe töten auch Menschen und es ist nur eine Frage der Zeit, bis das auch in der Schweiz geschieht....
Die selbsternannten Tier- und Umweltschützer sind zugleich Menschenverachter, denn ein vernünftiger Mensch kann nicht für die Ansiedelung von Grossraubtieren sein...
Pius Wihler, Menschenschutz Schweiz

Alle Kommentare anzeigen