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Am Sonntag war das Klöntal zu

Der erste schöne Sonntag in den Sommerferien führt im Klöntal zum Verkehrskollaps: Ab dem Mittag muss die Zufahrt von der Kantonspolizei gesperrt werden.

Sebastian
Dürst
Dienstag, 02. Juli 2019, 04:30 Uhr Zu viel des Guten
Fast wie Rimini: Am Sonntag ist das Klöntal proppenvoll. Die Wiese beim Vorauen ist gespickt mit Sonnenschirmen, die Parkplätze sind voll.
WERNER BEERLI-KAUFMANN

Unerbittlich brannte die Sonne am Sonntag vom Glarner Himmel. Naheliegend, sich einen schönen Tag am kühlen Nass zu gönnen. Der Klöntalersee ist dafür prädestiniert: Trotz grosser Hitze bleibt der See kühl und bietet Erfrischung für alle.

Nicht alle, aber sehr viele liessen sich von diesen Voraussetzungen am vergangenen Sonntag anlocken. Schon am Morgen schlängeln sich Autos und Velos die schmale Bergstrasse von Riedern zum See hoch. Und es werden immer mehr.

Schon gegen Mittag sind die offiziellen Parkplätze besetzt. Die nachrückenden Gäste müssen darum länger suchen, bis sie ihr Gefährt irgendwo parken können. Es bildet sich ein Rückstau, jetzt stehen die Autos auch auf der Strasse vor dem See.

Das ist der Moment, in dem die Kantonspolizei Glarus eingreifen muss. «Wir haben von der privaten Firma, welche für die Gemeinde die Einweisung der Fahrzeuge übernimmt, eine Meldung bekommen», bestätigt Daniel Menzi, Mediensprecher der Kantonspolizei Glarus.

Das Spitalauto muss freie Fahrt ins Klöntal haben

Dass die Polizei eingreift, hat aber nur indirekt damit zu tun, dass die Parkplätze im Klöntal alle besetzt sind, wie Menzi weiter erklärt. «Die Polizei ist verantwortlich für die Sicherheit», sagt er. Und wenn die Autos auf der Strasse stehen und das ganze Klöntal mit Autos vollgestopft ist, könne diese nicht mehr gewährleistet werden. «Es geht darum, die Rettungsachsen freizuhalten», erklärt er. Wenn zum Beispiel ein Badender ein Spitalauto bräuchte, muss dieses einen freien Weg für die Zu- und Wegfahrt haben.

«Die Kantonspolizei Glarus hat darum die Strasse von Riedern ins Klöntal ab Sonntagmittag bis etwa 16 Uhr gesperrt», so Menzi. Zuerst habe ein Polizist die Aufgabe übernommen, die Autos in Riedern zurückzuweisen, später habe das die private Sicherheitsfirma übernommen.

Man habe bei der Kantonspolizei schon im Hinterkopf, dass es diese Situation in diesem Jahr noch öfters geben könnte, sagt Daniel Menzi. Und man werde sich natürlich auch auf diese Situation einstellen.

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